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Luna

The Girl and the Dreamcatcher

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Kapitel 1

Hallo, mein Name ist Chloe, ich bin zehn Jahre alt und gehe auf das Surle- Heidelbeer Gymnasium. Ich bin etwas verträumt und fantasievoll. Das Besondere an mir ist, dass mir meine Eltern im Urlaub einen Traumfänger geschenkt haben. Dieser Traumfänger ist lila mit schwarzen Perlen und hat ein Geheimnis: Er lässt mich immer wieder in meine Träume zurückkehren. Dank ihm träume ich manchmal genau das, was ich träumen wollte. Außerdem stellt er mir Rätsel zu meinen Träumen, die ich in meinen Träumen lösen muss. Das klingt zwar verwirrend, macht aber viel Spaß und ist auch aufregend. Ich lebe also sehr oft in meinen Träumen. Allerdings gibt es da etwas zu beachten: Wenn ich Nachts ganz normal träume, liege ich im Bett. Wenn ich aber tagsüber mithilfe meines magischen Traumfängers zurück in meine Träume reise, schlafe ich nicht und bin auch nicht mehr auf der Erde. Ich bin dann wirklich in meinen Träumen. Da ich den Traumfänger natürlich mitnehme, kann ich jederzeit nach Hause kommen. Also, los jetzt! Auf in meine Traumwelt!

Ich laufe durch diese riesige Stadt. Überall schreien Menschen - darunter sogar meine Freunde! Was soll ich nur tun? Ich halte vor einem großen Bordstein mit einer Sonne an. Es sieht so aus, als würde die Sonne mich flehend ansehen! Irgendetwas will diese Sonne doch von mir! Da bemerke ich die breiten Ritzen im Boden. Wahrscheinlich kann man den Sonnenbordstein rausholen! Ich würde es gerne versuchen, aber ich fühle mich beobachtet! Ich drehe mich um und blicke sofort in die grausamen Augen meiner beiden Erzfeindinnen: Die Schattenkönigin und Tina - die böse Fee. Diesen gemeinen Komplizinnen bin ich schon oft in meinen Träumen begegnet. Moment ma l- in meinen Träumen? Träume ich etwa?

Ich öffne die Augen. Ich habe geträumt. Ich berühre die Federn meines magischen Traumfängers, der über meinem Bett hängt. Da kommt Mama ins Zimmer: "Mensch, liegst du immer noch im Bett? Du musst doch zur Schule! Wenn du jetzt nicht aufstehst, verpasst du den Bus!!!" Wiederwillig stehe ich auf und ziehe mich an. Dabei denke ich nochmal an meinen Traum. Ich kann es nicht fassen, dass die Schattenkönigin und Tina schon wieder in meinen Träumen waren. Das ist echt kein gutes Zeichen, denn die beiden bösen Mädchen wollen unbedingt in meinen Traumwelten herrschen. Diese Welten gibt es zwar nur in meinen Träumen, sind aber trotzdem sehr wichtig für mich. Wenn sie zum Beispiel in dieser neuen Traumwelt herrschen und ich dort in meinen Träumen bin, könnte es so einige Problemchen geben! Jedenfalls muss ich das verhindern und wieder zurück in diese Welt kommen.

Als ich gerade die Haustür schließen will, fällt mir ein, dass ich meinen Traumfänger nicht in der Tasche habe. Schnell hole ich ihn und stecke ihn ein. In der Freistunde möchte ich mit dem Traumfänger in die Traumwelt dieser Nacht reisen und den Sonnenbordstein herausziehen. Währrend der Busfahrt überlege ich, warum die Leute im Traum so geschrien haben. Vielleicht wegen der Schattenkönigin und Tina? Dann komme ich in der Schule an.

Kapitel 2

Im Surle- Heidelbeer Gymnasium freue ich mich total auf die Freistunde.

"Herr Komprek, wann ist die Stunde vorbei?"

"Gleich Chloe. Noch sieben Minuten", antwortet mein Lehrer.

Endlich schellt es und ich renne mit meinem magischen Traumfänger auf die Toilette. Ich schließe die Tür ab und streiche über die Federn, murmle einen Spruch und schließe die Augen. Ich gelange in einen lilafarbenen Nebel und verschwinde in meiner Traumwelt. Von mir ist nur noch etwas Glitzerstaub übrig.

Kapitel 3

Ich lande in der großen Stadt. Die Leute, die dort wahrscheinlich leben, schreien wie verrückt. Da entdecke ich eine große Gruppe von Menschen, die vor Tina wegrennt. Darunter sind eine junge Frau und ein junger Mann, die sich schnell hinter einer riesigen Eiche verstecken. Tina rast an ihnen vorbei. Puh, Glück gehabt! Ich frage das Paar, wer sie sind und was sie alles über diese Stadt wissen.

Atemlos antwortet die junge Frau: "Hallo. Ich bin Silvana und das ist mein Mann Thomas. Wir wohnten hier ganz friedlich, bis die Schattenkönigin und Tina kamen. Sie haben alles verwüstet und sehr viele Menschen einfach gelöscht!"

"Moment mal! GELÖSCHT???", frage ich entsetzt.

Jetzt meldet sich auch Thomas. "Ja. Einmal mit Tinas Zauberstab und der Magie der Schattenkönigin ein Quadrat gezaubert und dann ist die Person gelöscht. Sie existiert nicht mehr. Schluss aus finito und..."

"Danke Thomas, aber sie kann uns vielleicht helfen! Ja, klar kann sie das! Sie ist unter 18 Jahre alt! Sie kann den Sonnenbordstein herausholen!", fiel Silvana Thomas ins Wort.

Nach ein paar Minuten verstand ich. Nur Leute die unter achtzehn Jahre sind können den Sonnenbordstein herausholen. Ob ich damit wohl das böse Duo aufhalten kann, noch mehr Menschen zu löschen?

"Na gut. Ich werde es versuchen. Ach und ich bin übrigens Chloe.", sage ich.

"Prima. Dann los!"

Kapitel 4

Wir drei rennen los zum Sonnenbordstein. Meine Feindinnen sind nicht da. Vorsichtig hebe ich den Bordstein an. Darunter befindet sich eine Kuhle, in der ein Blatt Papier ist. Darauf steht: 'Wenn du die Sonnenkönigin erwecken willst, musst du folgendes besitzen: Eine Sonnenblume, ein gelbes Armband, einen Knochen und ein Haar eines Freundes. Wenn du alles hast, stellst du dich mitten auf die Sonne und rufst: "Erwache, Sonnenkönigin." '

Ich schließe den Bordstein wieder und sehe mir die Karte an. Silvana riss mich aus meinen Gedanken: "Los Thomas, besorgen wir die Sachen! Wenn aus dieser Stadt über 56 Personen gelöscht sind, wird es hier nie wieder Licht geben! Nie wieder!"

Meine beiden neuen Freunde rannten los um die Zutaten zu besorgen. Was für ein Glück dass ich mein gelbes Armband trage! Ich packe es in den hellbraunen Stoffbeutel den mir Silvana geschenkt hat. Dort kommen alle Zutaten rein. Thomas opfert für mich ein Haar und Silvana hat eine hübsche Sonnenblume gepflückt. Auch einen Knochen hat sie dabei!

"Super, Freunde! Auf geht's!"

Ich will mich gerade aufs Sonnenfeld stellen, als mir Tina etwas zuruft.

"Das wirst du eh nicht schaffen! Vergiss es! Du kannst uns nicht besiegen, nicht mal in deinen Träumen!"

Ich überlege. Sie hat schon recht. Nicht mal im Traum. Die beiden sind wirklich nicht zu unterschätzen. Außerdem haben sie im Gegensatz zu mir magische Kräfte. Aber ich kann meine Freunde jetzt auch nicht im Stich lassen! Ich schaue sie an. Silvana lässt den Kopf hängen. Sie denkt ich würde sie und Thomas im Stich lassen. Aber das ist falsch! Ich stelle mich aufs Sonnenfeld und Blicke in den Himmel. Dort lächelt mir die Sonne freudestrahlend entgegen. Aber die Schattenkönigin kommt dazu.

"Tja, 55 gelöschte Menschen - mit dir 56!"

Nein, nein! Das kann nicht sein! Ich kann doch nicht aus meinen Träumen gelöscht werden! Es sind schließlich meine Träume! Mir bleibt nur eine einzige Möglichkeit. Ich muss die Sonnenkönigin erwecken!

"Erwache, Sonnenkönigin!", rufe ich.

Ich muss drei Sekunden warten, und tatsächlich! Da ist sie! Eine hübsche junge Frau im Knall gelben Kleid. Sie hat lange blonde Locken. Sie sieht mich kurz an, wird aber sofort wieder Ernst. Ich bemerke, wie Tina und die Schattenkönigin Kreideweiss werden. Die Sonnenkönigin zaubert den Ultimativen Zauber und es knallt ganz laut. Zweimal! Die beiden sind erledigt! Boom! Sie sind in einem Rauch verschwunden.

"Die Schattenkönigin und Tina sind erledigt!", schreie ich glücklich. Wir lachen zusammen und erzählen uns Geschichten. Die Sonnenkönigin ist richtig nett! Wir werden Freunde und heilen mithilfe der Sonnenmagie die gelöschten Menschen. Ich speichere diese Welt in meinem Traumfänger, so dass ich jederzeit dorthin reisen kann. Schließlich verabschiede ich mich von meinen drei neuen Freunden. Ich streiche über die Federn meines Traumfängers. Kurz darauf bin ich wieder auf der Mädchen Toilette meines Gymnasiums. Das war ein unglaubliches Abenteuer!

6 Kommentare

obela Marison am 1. Dezember 2018

Echt, das hast du wirklich geträumt? Das ist ja echt Wahnsinn! Zu dem Rest deines Traums kannst du ja auch noch was schreiben! Wann schreibst du mal wieder was?

luna am 19. November 2018

An Obela: Ja, diesen Traumfänger gibt es wirklich. Er ist auch aus dem Urlaub und von meinen Eltern. Und falls du fragst: Ich habe die ganze Geschichte geträumt. Alles. Auch den Sonnenbordstein. Mein Traum war nur etwas verrückter Da war so ein Kerl, der die Leute in ein Krankenhaus gesperrt hat. Und da gab es solche nackten Steinzeitmenschen. Und diese Stadt war glaube ich London. Vielleicht hast du ja auch mal einen Traum, schreibst ihn auf und schon hast du eine perfekte Story!

Obela marison am 1. November 2018

Super gut gelungen und so spannend zum Schluss! Allerdings habe ich eine Frage: Frage 1: Gibtes diesen Traumfänger wirklich?

Teresa Fünkchen am 18. September 2018

Interessante Idee mit dem Traumfänger Versuche die Geschichte etwas realistischer wirken zu lassen und schreibe mehr Details.

Aurora am 14. September 2018

Super Luna! Echt toll geschrieben und richtig spannend! Das ist bisher Deine beste Geschichte.

Der Träumer am 14. September 2018

Schöne Geschichte, aber probier mal noch mehr Details einzufügen damit sie spannender wird.