Evelin Rush

Bright Night

Ein stiller Saal gefüllt mit Leere
In Dunkelheit der Glanz ertrinkt
Um dich nur die dumpfe Schwere
Hörst du nicht wie jemand singt?

Ein Flüstern nur, ein Wispern gar
Wie der Wind die Worte haucht
So schleierdünn und unsichtbar
Von Liebe die dein Herz so braucht

Ein mattes Licht erglüht im Raum
Wie in Glas bricht sich der Schein
Die Stimme steigt, ist es ein Traum?
Ein Glück nur durch das reine Sein

Und aus dem Stein in toter Nacht
In zarter Schönheit grünt hervor
Blüten von so tiefer Pracht
Ein Duft so süß wie nichts zuvor

Die Blätter schillernd, zarte Glieder
So winden sie sich immer fort
Geboren aus ein's Menschen Lieder
Aus Einsamkeit und Abschiedswort

Musik, wie strahlts in hellen Tagen
Vögel flattern, steigen auf
Die Decke nun von Blau getragen
Entschwinden dort so hoch hinaus

Doch wie der letzte Ton verklingt
Der Wald verwelkt, die Farben sterben
Wie still es ist wenn niemand singt
Mein lichter Traum, er liegt in Scherben