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Mary und Berry

Penelope

Kapitel 1 (von Mary)

Hey! Berry und ich (Mary) schreiben eine Kapitelgeschichte. Jeder schreibt ein Kapitel. Netterweise hat Berry mir erlaubt, das erste zu schreiben ;) Naja, wir hoffen es gefällt euch und wir freuen uns natürlich über ein paar Lobe und auch Verbesserungen! Viel Spaß beim Lesen!!!

„Jetzt warte doch mal! Pep!“ Ich ignorierte die Stimme meiner Freundin Carlotta und lief noch schneller. „Pep!“ Carlotta trat neben mich. „Lass mich!“, fauchte ich und ging so schnell ich konnte. „Pep“, rief Lotta noch einmal, doch ich wartete nicht, und stieg in den Bus. Nach mir stürmte Lotta herein, aber sie setzte sich nicht neben mich. Eigentlich war ich froh darüber,
auch wenn sie meine beste Freundin war.

„Pep! Komm doch rein!“, begrüßte mich das Zimmermädchen Valentina, als ich klingelte.
„Dein Vater ist auch da, er will dir etwas mitteilen! Ich hoffe es sind gute Nachrichten!“
Ich zog meine Schuhe aus, warf sie gemeinsam mit meiner Tasche in eine Ecke und stürmte in die Küche. Dort stand schon mein Vater. Er trug, wie immer, einen Anzug.
„Schön dich zu sehen, Penelope! Setz dich!“ Er wies auf den Stuhl. Ich setzte mich.
„Du weißt, bald sind Sommerferien, doch dieses Jahr wirst du nicht zu deiner Großmutter fahren. Ehrlich gesagt finde ich dies erleichternd, denn ich mied Pferde schon immer. Statt zum Hof wirst du diese Ferien bei deinem Onkel in Amerika verbringen, während ich geschäftliche Dinge in China erledigen werde.
„Was? Aber was soll ich denn in Amerika?“, rief ich.
„Dein Onkel besitzt ein Museum! Landmaschinen! Du wirst dort viel lernen!“
„Ich will nichts lernen“, sagte ich.
„Ich denke, es ist sinnvoller wie der Hof.“, meinte er „Naja, auf jeden Fall ist der Hof nichts Sinnvolles, man lernt nichts Gescheites und stinkt nur nach diesen Viechern, Mist und Dreck!“ Ich sprang auf. „Natürlich lernt man etwas! Reiten! Und es macht Spaß! Aber dir geht es doch immer nur darum das ich in der Schule Klassenbeste bin und um deine bescheuerten Geschäfte! Mum ist auch geritten, warum darf ich es dann nicht?“
Dads Augen funkelten gefährlich. „Weil deine Mutter von so einem Untier…“ Er brach ab.
Ich musste schreien, ich konnte nicht anders: „Na und? Das ist einmal passiert! Einmal!
Wer sagt, dass sowas noch mal passiert? Oder geht es dir vielleicht darum, dass ich nach Pferd stinke? Das das unseren Namen ruiniert? Erledig doch deine Geschäfte und lass mich in Ruhe, unter der Woche bist du doch auch nie da, und dann in den Ferien, wenn du mich siehst, kommandierst du mich herum wie eine Sklavin!“ Wütend stob ich aus dem Zimmer und schlug die Tür hinter mir zu. Ich hörte meinen Vater noch aus der Küche schreien: „Nicht in diesem Ton! Jetz bleib mal stehen! Penelope! Penelope Mina Thea von Plauenburg!“
Doch ich hatte bereits die Zimmertür hinter mir zugeknallt. Reichte es nicht schon, dass meine beste Freundin mich gestern vergessen hatte und stattdessen mit anderen shoppen gegangen war? Sommerferien ohne Oma, ohne Phantera, ohne Jana und ohne Tim. Sommerferien in Amerika! Ich wollte es nicht wahr haben!

Kapitel 2 (von Berry)

So, hier nun meine Fortsetzung. Ist nichts besonderes, ich hab einfach mal drauf losgeschrieben... Aber trotzdem: Viel Spaß beim lesen! :)

„Mensch Pep, seit wann bist du so nachtragend?“ Lotta seufzte.
„Wehe dir, wenn du etwas vergisst!“
Ich schwieg. Doch nicht so Lotta. „Hey, verstehe es doch bitte endlich!! Es tut mir verdammt nochmal leid! Wie oft habe ich dich schon versetzt? Du...“
„Lotta, darum geht es doch gar nicht mehr!“, rief ich genervt.
„Echt??“ Sie schien erleichtert. „Aber was ist dann? Was gibt’s für Probleme?“
Diesmal war ich es, die seufzte. „Ich... ach vergiss es!“ Ich hatte nicht wirklich Lust, darüber zu reden. Noch dazu im Regen. Ich ging auf das Schulgebäude zu. Doch ich hätte es wissen müssen. Lotta gab nicht nach. „Also bist du doch noch sauer? Willst du nicht mit mir reden? Du... du kennst mich doch! Ich kann schweigen - jedenfalls wenn es um Geheimnisse geht...
Und in Trösten bin ich auch nicht schlecht!“
„Ich werde meine Sommerferien in Argentinien verbringen, zufrieden?“
Es hätte mich nicht gewundert, hätte Lotta gejubelt. Dazu hätte sie niemals nein gesagt.
Aber erstaunlicherweise tat sie es nicht. „Argentinien??? Wieso das denn? Wo du doch wieder so gern zu deiner Großmutter wolltest... Und... eigentlich...“ Sie schwieg.
„Was eigentlich?“, fragte ich. Eigentlich war es mir egal, doch ihr Blick war so seltsam...
„Also... eigentlich war ja geplant, dass ich dieses mal mit dir mitfahre...“ Sie seufzte.
„WAS???“ Ich konnte es nicht fassen! Wie oft hatte ich mir das vorgestellt...
Tim, Jana, Lotta und ich. Das wäre so wunderbar gewesen. Und Lotta war wirklich die beste Freundin, die man haben konnte! Sie war früher geritten, aber als sie einen schweren Sturz gehabt hatte und ihr Pferd Lucette hatte eingeschläfert werden müssen, hatte sie nie wieder einen Stall betreten. Dabei war das erstens eine verdammte Talentvergeudung und zweitens vermisste sie das reiten wirklich. Aber sie hatte so Angst gehabt. Und jetzt würde sie es tun und ich musste nach Argentinien!!
„Oh Lotta, du wärst wirklich...“ Ich wusste nicht wie ich weiterreden sollte. Hatte sie das für mich getan? Das zu denken wäre zwar egoistisch, aber bei Lotta wirklich möglich.
„Du hast es dir so gewünscht - und ich ehrlich gesagt auch“,seufzte meine Freundin.
Plötzlich drehte sie sich um und ging. Zu schnell. Ich verfluchte die ganzen Schüler, die mir die Sicht versperrten. Ohne Erfolg lief ich ihr nach. Ich fand sie nicht und blieb im warmen Eingang stehen.
Wie wichtig ihr das gewesen war... So stark hatte ich das nicht wahrgenommen. Jetzt schmerzte es nur noch mehr, dass ich über die Ferien keine Stallluft einatmen konnte.

Kapitel 3 (von Mary)

„Ich wünsche euch schöne Ferien, Kinder“ Fr. Kaiser lächelte zum Abschied und stopfte all die Geschenke von uns Schülern in ihre Tasche. Ich fand es zwar total übertrieben den Lehrern etwas zu schenken, aber weil Dad gemeint hatte, das wäre nur höflich, hatte ich Fr. Kaiser eine Flasche Champagner gegeben. Es gongte und alle Schüler strömten aus den Klassenzimmern. „Irgendwie schon traurig, oder?“, meinte Lotta, „sechs Wochen ohne Freunde. Nicht mal mit dir!“
„Also…ich…“, druckste ich herum, „ich habe mir da was gedacht…also…“
Lotta sah mich prüfend an. „Das hört sich gar nicht gut an!“
Ich grinste. „Also, ich dachte mir…also…ich will nicht nach Amerika!“
„Ja, das weiß ich“, sagte Lotta.
„Und weil wir ja beide auf den Hof wollen, hab ich mir was überlegt! Wie in so ‘nem Actionfilm…“
„Oh nein“, stöhnte Lotta, „das ist nicht dein Ernst!“
„Doch“
„Euer Haus hat eine Alarmanlage! Wenn du abhaust…Oh nein! Schnell, der Bus ist schon da!“ Sie rannte los und ich hetzte ihr hinterher. In letzter Minute erwischten wir ihn noch.
„Das wird nicht klappen“, meinte Lotta während sie sich an einem Griff festhielt und ihre Tasche auf den Boden stellte, „und selbst wenn! Sobald Valentina oder dein Vater merken dass du weg bist verständigen sie die Polizei!“
Ich sah Lotta strafend an. Im Bus über solche Sachen zu reden war nicht schlau, wer wusste schon, wie viele Leute uns belauschten. Schnell wechselte ich das Thema: „Sag mal, Lotta, mit wem warst du eigentlich shoppen? Hab ich richtig gehört? Ein Constantin?“ Ich grinste meine Freundin hinterhältig an und Lotta wurde auf der Stelle tomatenrot.
„Uh“, machte ich und Lotta boxte mich in den Arm.
„Constantin und Isabella. Bekannte von meinem Vater!“
„Oh, von einer Isabella hab ich ja gar nichts gehört. Kann es sein, dass du die ganze Zeit nur von diesem Constantin geredet hast?“
„Halt die Klappe!“, lachte Lotta.
„Du hast doch sicher seine Nummer!?“, redete ich weiter. Lotta wurde noch röter.
„Ja, hab ich. Plus Bild“
„Echt jetz?“, ich sah sie ungläubig an, „zeig her!“
Lotta zog ihr Handy heraus und zeigte mir ein Foto von einem gut aussehenden Jungen, den ich auf sechzehn oder siebzehn schätzte.
„Ui“, lachte ich. Lotta verdrehte die Augen und lies das Handy wieder verschwinden.
„Was du nur immer hast!“ Dann hielt der Bus und ich musste aussteigen.

„Penelope! Hast du deine Sachen bereits gepackt?“
„Nein, ich packe…“
„Dann solltest du nun damit beginnen! Nun los! Beeile dich!“
„Ich…“
„Penelope! Sofort!“ Bei diesem Ton verschwand ich lieber in meinem Zimmer.
Aber ich dachte nicht daran meine Sachen zu packen. Stattdessen drehte ich Musik auf, setzte mich auf mein Bett und spielte Spiele auf meinem Handy. Natürlich erschien gleich mein Vater an der Tür, doch ich hatte zugesperrt.
„Penelope!“ Wahrscheinlich schrie er sich gerade heißer, aber durch meine Tür war sein Brüllen nur ein Flüstern. Doch wenig später stand er dann in der Tür. Valentina hatte ihm den Ersatzschlüssel gegeben!
„Ich will, dass du sofort deine Sachen packst“, rief er aufgebracht.
Ich ignorierte ihn. Bestimmt dachte er jetzt gerade daran, dass er sich doch mehr Jahre meiner Erziehung widmen hätte sollen, aber das war mir egal. Ich hörte nur seine polternden Schritte auf dem Holzboden, dann wurde ich am rechten Arm gepackt und hoch gerissen. Das Handy fiel mir aus der Hand. Ich blickte direkt in das Gesicht meines Vaters. Zornesfalten zeigten sich auf seinem Gesicht. Wie so oft, wünschte ich mir Mum herbei. Mum war nie streng gewesen. Nie! Sie hatte mich heimlich auf Pferderücken gesetzt, hatte mich ihren Wallach Castor immer streicheln lassen. Doch nach dem Unfall hatte Dad ihn verkauft. Ich war mir sicher, dass Mum das nicht gewollt hätte, niemals! Dad zeigte auf den Schrank.
„Hast du mich verstanden?“
Ich nickte. Wütend stopfte ich die Kleider in die Reisetasche.
Amerika! Früher wäre ich in Jubelsprünge ausgebrochen. Früher!

Kapitel 4 (von Berry)

Valentina war meine einzige Hoffnung. Aber ich konnte mir doch nicht so ganz vorstellen, dass sie eine war. Manchmal konnte es doch ganz gut sein, wenn man einen Vater hatte, der keine Zeit und nicht wirkliche Interesse an seinem Kind hatte. Früher war ich traurig darüber gewesen, aber immerhin war meine Mutter da gewesen. Jetzt war nur Valentina da. Aber sie hatte meinem Vater den Schlüssel gegeben, bekam viel Geld dafür, dass sie auf mich achtete. Würde sie mir wirklich helfen? Ich wagte es zu bezweifeln. Mein Vater war unterwegs. Ich fragte mich manchmal, ob er eine neue Freundin hatte, da er sich abends immer besonders schick machte und nachts oft nicht nach Hause kam. Früher hatte er das nicht so oft getan, aber jetzt war es Gewohnheit.
Valentina saß unten vor dem Fernseher. Sie liebte Sendungen über Tiere - was positiv war, da sie nichts gegen Pferde hatte, nein, sie war verrückt nach ihnen. Mit meiner Mutter hatte sie sich früher oft darüber unterhalten, aber würde sie das jetzt noch tun, müsste sie um ihren Job fürchten.
Ich setzte mich zu ihr. Gerade kratzte sich ein Schimpanse am Hinterkopf.
„Valentina, ich muss mit dir reden.“
Sie sah mich an: „Hast du noch Hunger? Soll ich dir noch Pfannkuchen warm machen?“
„Nein, nein, darum geht es mir nicht. Du musst mir helfen! Ich... ich kann nicht nach Argentinien!“
Sie zog eine Augenbraue nach oben. „Nein, also da kann ich dir nicht helfen! Was sollte ich denn tun?“
„Mir... Deckung geben! Oder was weiß ich? Da weiß ich schon was!“
„Nein, da verliere ich doch meinen Job! Das kann ich nicht machen! Tut mir wirklich leid!
Da lässt sich wohl nichts machen!“ Sie war ganz aufgebracht.
Ich seufzte. „Valentina, ist es nicht deine Arbeit, für mich zu sorgen? Dafür, dass es mir gut geht? Dazu gehört nicht nur Kleider waschen, kochen, einzukaufen und sonstiges! Bin ich gesund, wenn es mir schlecht geht? Wenn ich unglücklich bin?“
Sie machte einen gequälten Blick. Ich wusste, in ihr kämpfte es. Sie mochte mich. Aber sie mochte auch ihren Job. „Mein Vater wird dich doch nach all den Jahren nicht einfach rauswerfen! Außerdem – du musst ja nichts davon gewusst haben. Du hast mich einfach nur zum Flughafen gefahren. Er fährt eh nicht mit!“
„Er hat sich verändert“, sagte sie leise. „Du weißt es. Deshalb schickt er dich auch nach Argentinien. Ich denke, du willst es nicht verstehen, aber er schickt dich nach Amerika, weil er Angst um dich hat. Er hat deine Mutter doch so geliebt! Und er will dich nicht auch noch durch ein Pferd verlieren. Und mich kann er sehr wohl einfach rausschmeißen.“
Ich schnaubte. „Und Argentinien ist so viel sicherer? Dort, wo es heißt, man wäre überhaupt nicht sicher auf den Straßen, soll ich sicher sein? Valentina bitte! Tu es für mich! Und Mama hätte es auch gewollt!“
Sie schwieg. Mindestens Zwei Minuten. Mindestens.
„Also gut. Wenn du meinst, es ist so sicher, dann sag mir, was ich tun soll!“

Mein Vater hatte sich drei Tage vor meiner Abreise verabschiedet. Portugal.
Valentina fuhr mit mir „zum Flughafen“. Vor der Haustür dieses „Flughafens“ stand Lotta, bepackt mit einem riesen Koffer. Mein Zimmermädchen hatte sich mit meinem Onkel in Verbindung gesetzt, der glücklicher Weise „mitspielte“ und alles mit ihm besprochen.
Wenn mein Vater sich bei ihm nach mir erkundigte, wäre ich gerade draußen, wollte nicht mit ihm sprechen oder würde ihm eine E-Mail zurückschreiben.
Nächster Halt: Gestüt von Plauenburg!

Kapitel 5 (von Mary)

Ich sprang aus dem Auto. Sofort umgab mich der Geruch von Pferden. Ich liebte es! Da schwang die Haustür auf und Jana kam heraus gestürmt.
„Hey“, sie umarmte mich.
„Hi, wie geht’s?“, antwortete ich.
„Erst mal musst du mir erzählen, warum du doch hier bist“, rief sie.
„Lange Geschichte!“, antwortete ich, „wo ist Tim?“
Jana seufzte. „Der ist diese Sommerferien in Amerika. Wegen Englisch. Du weißt ja, wie schlecht er darin ist“
„Was? In Amerika? Aber… der wird doch verrückt ohne Pferde. Und was macht ihr hier ohne ihn? Er hilft doch am meisten von allen!“
Jana lachte. „Stimmt. Wir haben aber einen Helfer gefunden. Oliver!“
Erst jetzt dachte ich wieder an Lotta. „Das ist übrigens Carlotta, meine Freundin. Sie durfte dieses Jahr mit.“
„Hi“ Jana lächelte Lotta zu.
„Wollt ihr Kuchen?“ Ich nickte freudig. Ich hatte einen riesen Hunger.
„Aber erst muss ich zu Phantera! Komm, Lotta, ich zeig sie dir.“
Lotta trottete hinter mir her. Als ich den Stall betrat wieherte Phantera mir schon entgegen.
Sie war eine Schimmelstute.
„Was für eine Rasse ist das?“, fragte Lotta.
„Ein Hannoveraner“, antwortete ich und streichelte der Stute über ihre Nase.
Lotta trat neben mich. „Sie is total schön“
Ich kramte in meiner Hosentasche nach einer Karotte, die ich schon zu Hause eingesteckt hatte und hielt sie Lotta hin. „Willst du sie ihr geben?“
Lotta schüttelte den Kopf. „Mach du lieber, ich kann das nicht so gut.“
„Du musst sie ihr doch einfach nur hinhalten“, erklärte ich und wollte Phantera gerade die Karotte geben als hinter uns jemand „Stopp“ rief. Vor Schreck lies ich die Karotte fallen.
Hinter uns stand ein Junge, vielleicht ein, zwei Jahre älter als wir.
„Sorry, hab ich euch erschreckt?“
„Ja, das hast du!“, sagte ich säuerlich. Wie lange stand er schon hinter uns?
„Es ist verboten die Pferde…“
„Ja, ja! Das weiß ich. Jana hat mir erlaubt sie zu füttern.“ Ärgerlich hob ich die Karotte auf.
Was war das für ein Typ? Meinte er, er könnte mir sagen was ich tun durfte und was nicht?
Als ob ich…
„Ich bin übrigens Oliver“
Was? Ich ließ die Karotte wieder fallen. Oliver??? Der neue Helfer? Mist, ich hatte also gerade den neuen Helfer so blöd angeschnauzt. Super!
„Pep“, murmelte ich, „also… Penelope!“
„Ah, die, die jedes Jahr in den Ferien kommt!? Solltest du dieses Jahr nicht nach Amerika?“ Woher wusste er das? „Äh, ja… aber… ich… genau!“
Oliver sah mich fragend an und blickte dann zu Lotta. „Und du bist?“
Ich antwortete an ihrer Stelle. „Lotta! Ich meine…Carlotta! Sie ist dieses Jahr mit gekommen. Toll, nicht? Und… ich… ich heb jetzt mal besser die Karotte auf sonst… sonst… ja. Und ich tausche Phanteras Wasser aus!“ Ich gab der Stute die Karotte und ging dann in Richtung Wasserhahn. Der dachte jetzt sicher, was für eine blöde Zicke ich war! Ich füllte einen Eimer mit Wasser und schleppte ihn zu Phanteras Box. Hatte Jana nicht gesagt, ihr Vater wollte eine automatische Trinkanlage einrichten? Lotta unterhielt sich mit Oliver.
„Lotta, machst du bitte mal die Boxentür auf?“, rief ich und machte irgendeine dumme Bewegung. Jedenfalls stolperte ich und der Eimer flog einige Meter weit. Das Wasser schwappte heraus und… alles über Oliver. Ich rappelte mich wieder auf. Oh nein!
„Das... das tut mir leid! Das wollte ich nicht. Das war keine Absicht! Das…“
„Ja, ja, schon klar“, erwiderte Oliver durch zusammengebissene Zähne.
„Nein! Ehrlich! Ich… ich hätte das rote… äh, das warme Wasser nehmen sollen! Ich wollte echt nicht dass du so blass… äh, nass wirst! Is das Wasser nett?“
Was??? Nett? Hallo? Erde an Pep! Selbst Lotta sah mich fragend an.
„Also ich hab jetzt Hunger“, rettete sie mich und zog mich hinter sich her zum Haus.
„Was war das denn bitte?“ Ich hielt jetzt besser die Klappe.
„Pep!?“
„Ich… das ist die Hitze. Hab ich dir nicht erzählt dass ich bei zu viel Hitze nicht mehr klar denken kann?“
Lotta sah mich fragend an. „Nicht echt jetzt, oder?“
„Doch“, versicherte ich ihr.
„Aber warum stotterst du jetzt nicht mehr?“
„Weil…weil wir jetzt laufen. Wenn ich in Bewegung bin ist das anders.“
„Ach hör doch auf!“ Lotta zerrte mich die Stufen zum Haus hinauf. „Was war los?“
„Man, Lotta! Nichts!“
Jana empfing uns in der Küche. Es gab Nudeln. Lecker!!!
„Man, Pep, stopf die Dinger nicht so in dich rein!“, flüsterte Lotta mir zu, „weißt du wie das aussieht?“ Ich aß langsamer.
„Sag mal, wo ist eigentlich Oliver?“ Jana öffnete das Fenster und wollte gerade „Oliver“ schreien, als die Tür aufschwang und er herein kam. Oh nein! Er setzte sich zu uns.
Plötzlich bekam ich keinen Bissen mehr herunter. Was dachte der denn von mir?
„So langsam brauchst du nun auch wieder nicht zu essen“, flüsterte Lotta.
„Also, ich geh jetzt mal in mein Zimmer, ich hab noch gar nicht ausgepackt und… das will ich nicht abends machen!“ , sagte ich laut in die Runde.

Lotta kam grinsend ins Zimmer. „Es ist Oliver!“
„Was ist Oliver?“
„Wegen ihm bist du so...“
„So?“ Ich bemühte mich, so zu klingen, als ob ich nicht wüsste, was Lotta meinte.
„Du stotterst rum, du hast keinen Hunger mehr…“
„Hab ich dir noch nicht erzählt, dass ich nicht so viele Nudeln essen kann, sonst…“
„Pep!“ Lotta warf ein Kissen nach mir.
„Lotta!“ Ich schmiss das Kissen zurück und es begann eine Kissenschlacht.

6 Kommentare

berry am 3. Juni 2014

hey insa, wieso kommt mein kapitel denn nicht? ich habs schon vor eeeeewigkeiten geschickt! LG (am gleichen tag, an dem marys geschickt wurde)

Hi Berry, ich hab jetzt noch mal unser Postfach durchforstet, aber da ist nichts von dir angekommen. Sei doch so lieb und schick es noch mal.

Mary am 26. Mai 2014

Danke, danke Auch in Berrys Namen

Lollypop am 25. Mai 2014

Beide Fortsetzungen sind euch echt gelungen, Mary&Berry LG Lollypop

Berry am 17. Mai 2014

Danke (auch in Marys Namen)

mariana am 16. Mai 2014

TOLL!!!!!!!

Lollypop am 6. Mai 2014

Uhhh, eine Kapitelgeschichte Sowas hatte ich auch mal (siehe Fate)... Ist immer voll witzig Auf jeden fall, du hast es sehr gut gemacht, Mary Freue mich auf die Fortsetzung von Berry LG Lollypop