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Lollypop

Ostern: Verhinderung eines Mordes

Happy Easter Guys! Diese Kurzgeschichte ist sozusagen wie ein "Oster-special". Ich lasse auch zu Ostern meiner Fantasie freien Lauf :) Schreibt mir bitte in die Kommentare wie sie euch gefallen hat! Soo, ich glaube ich bin jetzt mal fertig. Also: Danke Insa, Viel Spaß an euch und genießt die Feiertage! LG Lollypop

Meine Geschichte fängt zu Ostern an. Beim Eiersuchen.

Oh ja, Eiersuchen, war meine Lieblingsbeschäftigung. Es war immer spannend. Und ich aß jedes Ei auf, was ich fand. Manchmal fand ich einen Monat später ein verfaultes Ei, und das gab ich dann eben dem Mülleimer. Der mag angeblich so was.

Also, zurück zu meiner Geschichte. Eines Tages fand ich eine Pistole hinter einer Eiche.
„Für dich“, stand darauf. Ich bekam große Angst. Das war wie eine Herausforderung.
Aber was sollte ich machen? Mich selbst umbringen?

Oder - vielleicht jemand anderen?

Ich berichtete niemandem von meinem Fund. Ich sperrte die Pistole in eine Kommode ein, meine „geheime“ Kommode, in die niemand reinschauen durfte.

In dieser Nacht schlief ich fast überhaupt nicht. Ich musste die ganze Zeit an diese Pistole denken. Wofür war sie gedacht? Und wieso „für mich“?


Der nächste Tag - ja, Ostermontag - verlief ganz normal. Meistens verbrachte ich die Zeit mit Schokolade essen und Musik hören. Doch ich ertappte mich immer wieder, wie ich zu meiner Kommode hinüberstarrte. Ich seufzte. Kann ich denn nicht an etwas anderes denken?

„Schatz, Essen ist fertig“, rief meine Mutter plötzlich aus der Küche.
„Ja, Ma“, rief ich zurück und kletterte aus meiner Hängematte. Als ich unten ankam, war ich schon wieder die alte.
„Ma, was gibt’s heute?“
„Lasagne“, antwortete meine Mutter.
„Oh, Ma, du bist die beste!“, rief ich und gab ihr einen dicken Kuss auf die Wange.
„Was ist mit mir?“ mein Bruder setzte seinen Hundeblick ein, doch er kassierte nur einen Schlag in die Seite. Lachend setzten wir uns an den Tisch. Mein Vater war Schauspieler - und arbeitete gerade an einem Film in Los Angeles. Ich hatte so sehr geweint, da ich nicht mitkonnte...

Jedenfalls, zu Mittag fand ich einen Brief im Briefkasten. Der war für mich. Ich erschauderte. Vielleicht hing das mit der Pistole zusammen... Doch ich las, dass der von meinem Onkel war. „Was kann schon groß passieren“, dachte ich und schlug den Umschlag auf. Im Brief stand:

Ich hoffe, du hast dich nicht allzu sehr Gedanken um die Pistole gemacht. Du hast einen Mord verhindert. Ein alter Mann wollte seinen Arbeitskollegen umbringen, der genau neben dir wohnt. Das „für dich“- Schild ist ein netter Spruch von ihm. Ich sage es noch einmal: du hast einen Mord verhindert. Bitte bringe diese Pistole sofort der Polizei. Liebe Grüße, Onkel Tom.
PS: dein Freund John hat dich gesehen und mir davon berichtet.

Ich war dabei, in Ohnmacht zu fallen, und sank in die Knie, als mich eine Hand an meine Schulter packte. „Naa, erschrocken?“, lachte John und half mir wieder auf die Beine.

„Du hast einen Mord verhindert“, flüsterte er mir zu, als ich in seine Arme fiel.

„Ich weiß, und ich will es nicht noch einmal hören. Es macht mir irgendwie Angst. Auch noch zu Ostern.“

2 Kommentare

Lollypop am 24. April 2014

Danke L!nh freut mich LG

L!NH am 23. April 2014

Das Ende war sehr überraschend.. hat mir gefallen