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Evelin Rush

Mitternachtsmoor

Das Moor liegt still, schwarz ist die Nacht
Ein Mann sich auf den Heimweg macht
Doch welch Grausen ihn beschleicht
Als sein Blick das Moorland streift

Von gräulich Taten seufzt der Wind
Zu hause warten Frau und Kind
Und so der Mann von Angst gehetzt
Nur strauchelnd seine Schritte setzt

Und durch den dichten Föhrenwald
Der dumpfe Klang der Glocke hallt
10, wie ihn das Schlagen mahnt
Er kaum mehr noch den Weg erahnt

Und weiter irrt er ohne Rast
Ein Ort an dem man selbst verblasst
Wo sind die Lichter alle nur?
Vom trauten Dorf doch keine Spur

Erneut der Turm die Stimme hebt
Im 11. Schlag das Moor erbebt
Vom weitem hört man Glocken schellen
Laute Stimmen, Hundebellen

Sie suchen mich, denkt er noch gleich
Da fällt er und das Moor ist weich
Nimmt ihn auf in seine Arme
Zieht ihn hinab... Oh Gott erbarme!

Vom Turme schlägt es Mitternacht
Das Moor liegt still, schwarz ist die Nacht

6 Kommentare

Amalie am 17. Mai 2017

Wow, toll geschrieben! So was könnte ich nie. Ziemlich gruselig aber mal etwas anderes!

Sammy am 30. November 2014

Das ist total geil. Irgentwie gruselig. Und es reimt sich...

Schneewittchen am 1. Dezember 2013

Also ich bin vollkommen Schimmerlichts Meinung!! oo Erinnert mich irgendwie an dieses Gedicht, Elbenkönig oder so was...Fällt mir leider grade nicht mehr ein :$ LG

Schimmerlicht am 5. November 2013

Ach. Du. Meine. Güte. Sprachlos. Einfach nur sprachlos * Wie kannst du nur so was gutes schreiben?

fire am 20. September 2013

WOW, evelin... ich hab dir das bestimmt schon vor den ferien drunter geschrieben, aber ich liebe das gedicht und deine art zu dichten überhaupt! es ist so spannend und poetisch gleichzeitig - ich finde, das ist so ein gedicht, dass man im sammelband hat und immer wieder rausholt und liest, so oft, bis man es mit ganz vielen erinnerungen verbindet

Ella am 17. September 2013

Oh Gott!!!! Das ist eeeecht gruselig!!! So ein richtiges Halloween-Horror-Gedicht GEIL!!! Lg Ella