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Charline Patzelt

Meine Welt

Kapitel 1

„Und willst du die Kuchenstücke oder nicht?“ „Hm... was?“ „Mensch, ich hab dich gefragt, ob du die Kuchenstücke haben willst!“ „Achso... Entschuldigung Selma, ich möchte die Kuchenstücke, ja“ sagte ich. Es war seltsam, andauernd lief ich neben der Spur. Ich wurde von etwas abgelenkt. Nichts besonderes, aber ich glaubte, jemand rief mich...

„Mensch Kora, schön wie du deiner Freundin zuhörst.“ Eigentlich heiße ich Koralie, aber ich hasse diesen Namen und höre nicht drauf. Alle anderen beneiden mich um ihn, aber ich mag ihn nicht. „Mann, tut mir leid,was hast du gesagt?“, versuchte ich es mit einem unschuldigem Lächeln. „Immer wenn du mich so anguckst, soll ich dir was verzeihen“, grinste Selma mich an. Das stimmt. Ich hatte so einen Hundeblick, mit dem ich jeden schmelzen konnte, bis auf den Mathelehrer. Ich fand es toll, dass sie immer in der Küche half, wenn ihre Eltern zu lange auf Arbeit waren, um sie abzuhohlen, aber muss sie mich immer miteinspannen? Ja, ich hab bloß 10 Minuten Schulweg, deswegen darf ich nach hause gehen, wann ich will, aber es ist doch nicht zu viel verlangt, auch etwas ohne Hilfe zu erledigen. Aber Selma war nun mal meine beste Freund und in der selben Klasse wie ich. In der 7. Klasse des Chemnitzer Gymnasiums. Außerdem hatten wir etwas ganz tolles gemeinsam: wir hatten beide an der linken Handfläche einen regentropfenförmigen Leberfleck. Eigentlich hatten wir vieles gemeinsam. Wir aßen zum Beispiel gerne Zitrusfrüchte. Nur eines war unterschiedlich: sie war bildschöm! Selma hatte lange schwarze Haare und war dünn, aber nicht so dünn, dass überall Knochen rausgucken, außerdem hatte sie unglaubliche Augen! Von der Pupille aus gehen unregelmäßige, hellbraune fast orangene Strahlen und der Rest ist hellblau! Ich dagegen hatte aschblonde Haare, war ganz schön pummelig, meine Augen waren dunkelbraun und ich hatte Neurodermitis, eine Hautkrankheit, die andere als Pickelseuche bezeichnen (Jungs, warum gibt es euch?). Genau deswegen half ich ihr immer mit in der Küche. Außerdem bekamen wir immer von der netten Küchenhilfe, Agnes, Kuchen als Dankeschön, den sie eigentlich jeden Tag mit hatte, wenn irgend jemand in der Schule Geburtstag hatte. Den Rest verkaufte sie entweder in ihrem kleinen Laden um die Ecke oder schenkte ihn uns, wenn wir in der Küche halfen.

„Selma, Koralie, ihr müsst langsam gehen, ich muss die Schultore zumachen“, da war Agnes schon, „außerdem, habe ich Selmas Eltern gesehen, ihr müsst jetzt nach hause. Und den Rest bis zu den Weinachtsferien müsst ihr mir nicht mehr helfen!“ „Na gut bis morgen Agnes, nuff Selma.“ Nuff war immer unser Abschiedswort, Selma war da immer sehr aggressiv wenn andere es benutzten. Einmal hatte es eine Schülerin aus der fünften benutzt und hat am nächsten Tag Besuch bekommen. Von der Zahnfee! „Nuff Kora“ und schon lief sie zu ihren Eltern. Ich machte mich auf den Weg nach Hause. In letzter Zeit war ich nicht viel draußen, denn es war Winter, kalt und es wurde früh dunkel. Auf meinem Weg lag ein Wald, den ich sonnst immer liebte, aber die Stimmen, die mich in letzter Zeit rufen und die in letzter Zeit immer lauter werden, die sind im Wald. Schon ereichte ich das Waldstück, durch das ich musste, ich blieb stehen und lauschte. Die Stimmen! Sie waren weg. Trozdem... da war so eine Andeutung, nennt es von mir aus Intuition aber ich wusste das da etwas war. Ich atmete tief durch und lief los. Zielstrebig. Doch trozdem kam ich vom Weg ab, ohne das ich es wollte. Plötzlich bogen meine Beine ab, ohne mein Zutun und ohne dass ich es wollte. Ich hatte keine Möglichkeit anzuhalten und lief mitten in den Wald hinein. Ich hatte Angst. Ich wollte schreien, aber in so einer Situation hörte mich warscheinlich niemand. Trozdem: in mir wuchs langsam die Panik. „Was ist hier los?“ schrie ich nun doch. Endlich hielten meine Beine an. Mein erster Gedanke hies: Wegrennen! Doch dann hielt ich inne. Wo war ich hier? Ich kannte den Wald wie meine Hosentasche (ich habe bloß eine Weste und die zieh ich nie an, denn sie ist pink!) doch diesen Ort kannte ich nicht. Ich war auf einer seltsamen Lichtung angekommen, die ich zwar kannte, aber auf eine andere grüne Weise.

Die Lichtung, auf der ich jetzt stand, war unglaublich, auf den Bäumen wuchsen leuchtende Früchte, die ich noch nie gesehen hatte. Die Blumen, die da und dort standen hatten wunderschöne blaue, rote und violete Blüten. Mitten auf der Lichtung stand ein Junge. Er hatte braune Hosen und einen blauen Pullover an. Die Kaputze hatte er so aufgesetzt dass ich sein Gesicht ich nicht ganz erkennen konnte. Nur den Mund. Er lächelte. Unsicher stand ich auf der Stelle. „Hm, ich hatte dich mir irgendwie anders vorgestellt“, sagte er plözlich. Da wurde ich wütend „Soll das heißen, dass du dafür verantwortlich bist das ich gerade so eine Angst hatte???“ schrie ich ihn an. „Du hattest Angst?“ , fragte er keck „dann haben wir ja so einiges gemeinsam“. „Was heißt das?“ fragte ich betont wütend. Dabei interesierte mich es wiklich.
Das war alles so seltsam. Ich wollte mehr über diesen Jungen wissen, wie er es geschafft hatte, mich hierher zu bringen, was es mit dieser Lichtung auf sich hatte. Ich wollte ALLES wissen. „Das weiß ich.“ „Moment, was? Du kannst Gedanken lesen?“ fragte ich irritiert. „Du doch auch“ „Ähm wiebitte?“ „Na klar!“ Anscheinend fand er es ganz witzig, mich so unsicher zu sehen.
Zur Bekräftigung sagte er: „Es stimmt!“ „Und... wie?“ Ich war verunsichert aber Gedanken lesen wär doch der Hammer. „Das geht aber nur bei Leuten, wie dir oder mir.“ Hm, blöd wenn das andere Leute auch können. „Stimmt“ Mist, mist, mist. Der Junge lachte. Mir fiel etwas auf.
„Sag mal irgendwas“ Der Junge lächelte, DACHTE „Hey“ und das höhrte ich.
„Du hattest recht...“ Der Junge lachte wieder und etwas löste sich dadurch in mir. Ich wusste nicht viel doch eins wusste ich: dieser Junge meinte es gut mit mir. „Warum sagst du mir das?“ fragte ich ihn. „Das sage ich dir morgen“ erwiederte er „Ist das okey für dich?“ Es war zwar überhaupt nicht okey, trozdem nickte ich. Der Junge sah auf eine Uhr, die an seinem Hangelenk erschien. „Oh, du musst nach Hause.“ Das stimmte, aber ich wusste nicht, wie ich von so einem Ort nach Hause laufen sollte. „Keine Sorge“ der Junge hatte schon wieder gehört, was ich gedacht hatte. Langsam wurde es lästig. Der Junge grinste mich an „mach mal deine Augen zu“ ich war zwar erstaunt, aber tat es. Plötzlich fühlte ich mich als würde der Wind mit einer Hand nach mir greifen und mich durch die Luft schleudern. Meine Augen waren wie zugeklebt und ich konnte mich kaum bewgen. Doch es war ein tolles Gefühl. Wie eine Achterbahnfart, nur dass der Wind mich wie einen Freund umherschleuderte und dabei sehr vorsichtig war. Als ich aufhörte mich zu drehen und überschlagen, wagte ich es die Augen zu öffnen.

Ich stand vor meiner Haustür. Verblüfft öffnete ich die Tür und traf gleich auf meine kleine Schwester Amy. Ich habe noch meinen großen Bruder Petar, aber der war in Frankreich auf Klassenfahrt. „Na los Kora essen!“ Amy war oft sehr energiegeladen, 7 Jahre alt und oft hungrig. Konnte aber essen ohne irgendwann mal dick zu werden. Außerdem sah sie aus wie ein kleiner Teddybär mit ganz großen und dunklen Augen. „Sag Mama bitte, dass ich müde bin. Gute Nacht“ Ich lies Amy völig perplex zurück und ging ins Bett. Als ich fertig gewaschen und geputzt im Bett lag, konnte ich die Stimme des Jungen hören: „Ich freu mich auf morgen, Gute Nacht.“ Morgen würde ich ihn wiedersehen und ich wusste, ich freute mich auch darauf.

Kapitel 2

Mein Wecker klingelte wie jeden Morgen. Und wie jeden Morgen räkelte ich mich eine viertel Stunde im Bett bis der Wecker mit klingeln aufhörte. Er sang mehr als klingeln. Immer wieder >Guten Morgen< mit der Bruder Jacob Melodie. Gähnend schlurfte ich ins Bad. Dienstags hatten wir nur sechs Stunden. Und Heute viel auch noch die erste aus. Amy und meine Eltern waren schon weg. Ich sah auf die Uhr. Ich hatte noch anderthalb Stunden bis ich in die Schule musste. In der Küche würgte ich eine Käseschnitte und ein Glas Milch hinunter, machte noch schnell meine Hausaufgaben (die ich wegen jemand ganz bestimmten nicht machen konnte) hatte aber immer noch eine Stunde Zeit. Fernsehen war sinnlos da zu der Zeit nichts kommt was mich interesiert und zu Computerpielen hatte ich keine Lust. Plötzlich fiel mir der Junge von gestern ein. Er hat überhaupt nicht gesagt, wo oder wann wir uns treffen. Ich grübelte noch ein bisschen hin und her, bis ich es aufgab. Wird schon schiefgehen! Obwohl es total sinnlos war, machte ich mich fertig und lief zur Schule.

Selma war schon da „Mensch, das es dich auch noch gibt!“ warf sie mir entgegen. Ach ja! Wir wollten uns eigentlich heute früh treffen. Ich setzte schon meinen Hundeblick auf aber Selma unterbrach ihn „Ist nicht so schlimm da hatte ich Zeit unseren neuen Mitschüler kennenzulernen, und ich glaube er könnte dir gefallen.“ Typisch Selma! Sie hat eine Liste auf der sie ihre Ex-Freunde vermerkte, und die ist länger als der Eifelturm! Und seit sie gemerkt hat das ich sie darum beneidete, sucht sie ständig Typen für mich. Das war zwar süß, aber ich teilte ihren Männergeschmack nicht wirklich. Und die Jungs liesen SIE immer hängen. Nicht umgekehrt.
Ihr aktueller Freund hies Lennard und hatte eine große Zahnspange, wegen der er beim Sprechen immer fürchterlich spuckte. Ich verstehe einfach nichts von der Liebe!
„Warum schnappst du dir den denn nicht?“ fragte ich gereizt. „DU hast gerade keinen Freund! Also ist es deiner!“ sagte sie bestimmt. Seufz! Wir redeten noch ein bisschen bis uns die Schulglocke unterbrach. Kichernd setzten wir uns auf unsere Plätze. Wir hatten Frau Ernstajek leider nicht übereden können das wir nebeneinandersitzen durften. Sowohl neben Selma wie neben mir war ein Platz frei und wartete darauf von jemand in Besitz genommen zu werden.
Da kam Frau Ernstajek schon. Neben ihr stand ein blonder Junge mit strahlensten blauen Augen, die ich je gesehen hatte. Er lächelte ruhig, in die Klasse. „Das ist Sascha Zojek“ sagte Frau Ernstajek. „Und er wird jetzt ein Mitschüler von euch, sein also behandelt ihn anständig!
Wo setzen wir dich denn hin...“ sie schaute fragend in die Runde als würden sie nach einem Schild suchen der auf einen leeren Platz deutete. „Neben Kora ist ein Platz frei“ rief Selma.
Ich bekam einen roten Kopf und warf ihr einen giftigen Blich zu, sie grinste nur unschuldig zurück. „Ach Selma, du hast recht! Na dann können wir dich ja zu Koralie setzen. Vorletzte Reihe ganz rechts, husch husch! Sascha setzte sich in Bewegung. Als er sich setzte, huschten meine Augen zu ihm. Er sah definitif gut aus. Sommersprossen auf der Nase, süß! Als er merkte das ich zu ihm hinlinste, grinste er mich an: „Ist deine Freundin so begierig darauf, dich mit mir zu verkuppeln?“ „Äh...“ ich konnte ihm ja schlecht die Wahrheit sagen. Er grinste mich an:
„So verlegen bist du richtig süß.“ Der Typ macht mich richtig wütend. Und diese Wut lies ich in der Pause an Selma aus. „Sag mal spinnst du? Jetzt bildet sich dieser Sascha wunder was ein! Was sollte denn das?“ Sie grinnste sich fast eine Fallte in die Mundwinkel: „Ist doch toll, dann mag er dich.“„SELMA!“?„Ja,hier“?„Hngrrrrrrrrr“ ?„Wie bitte?“?
Wutentbrannt lies ich sie stehen und rannte zu meinem Lieblingsplatz. Ein Paar Steine, unförmig aber rundgeschliffen, standen in einer Treppenartigen Anordung vor einem kleinem Teich. Zu dieser Jahreszeit schwammen blaue Seerosen auf dem Teich. Ich setzte mich auf den höchsten Stein und starrte wütend vor mich hin. Endlich! Die nächste Stunde begann. Blöderweise musste ich wieder neben Sascha sitzen, doch anscheinend merkte er das ich keine gute Laune denn er lies mich in Ruhe. Nach einer sehr zähen doppelstunde Deutsch, einer Stunde Englisch und einer Stunde Geschichte, durften wir endich gehen.

Ich war schon außer Sichtweise der Schule, als jemand jemand meinen Namen rief „Hey Kora, warte mal!“ Das ist bestimmt Selma! Ich setzte eine wütende Miene auf, doch es war Sascha der mir schnaufend hinterher rannte. „Hast ja ein ganz schönes Tempo drauf“ schnaufte er lächelnd, als er bei mir angekommen war. „Ist das alles?“ fragte ich genervt, ich wollte endlich nach hause. „Ey, ich hab keine Schuld daran das du so schlechte Laune hast!“ verteidigte er sich. Stimmt eigentlich, aber das sagte ich ihm nicht. „Ich wollt blos fragen ob wir zusammen laufen wollen. Ich wohne in der selben Straße wie du.“ „Ach so...“ auf einmal war mir die Sache total peinlich . „...nee kannst wirklich nichts dafür, aber manchmal macht mich Selma so wuschig!“
„Deine Freundin die unbedingt wollte das wir nebeneinandersitzen?“„Genau die!“ Dann sagten wir eine Weile gar nichts mehr. Anscheinend war auch ihm einiges peinlich. „So äh...wollen wir noch ein bisschen hier rumstehen oder wollen wir los laufen?“ Trozdem hatte er mehr Mut als ich. „Hm...“ überlegte ich übertrieben ruhig „... eigentlich ist loslaufen ne' tolle Idee!“
Er lächelte. „Was war eigentlich mit dir los?“ fragte er mich während wir uns in Bewegung setzten. „Naja ...“ begann ich herumzudrucksen „meine Freundin Selma sieht ja ziemlich gut aus und hatte deswegen schon viele Freunde...“ Obwohl ich nicht wusste,warum erzählte ich ihm alles über Selma und mich. „Wow“ unterbrach er mich als ich den Leberfleck erwähnte.
„So einen hab ich auch!“ sagte er und zeigte mir seine linke Handfläche. Das war schon verückt, aber es stimmte. Endlich kamen wir im Buchesweg an. Ich ging schon auf unsere Haustür zu, da viel mir Sascha ein. Doch als ich mich umdrehte, um ihm aufwiedersehen zu sagen, war er spurlos verschwunden. Ich zuckte mit den Achseln und schloss die Haustür auf.

Niemand war da. Warum auch? Amy und meine Eltern waren auf einer Aufführung von Amys Balletgruppe und würden warscheinlich erst gegen acht zurückkommen. Ich machte mir etwas zu Essen, die Hausaufgaben und hängte Wäsche auf. Obwohl es noch nicht spät war und ich noch nicht ins Bett musste macht ich mich fertig. Die Sonne war schon untergegangen. Warum Amy und meine Erzieungsberechtigten noch nicht da waren wusste ich nicht. Also dachte ich wie jeden Abend über den vergangenen Tag nach. Prommt viel mir der Junge von gestern ein.
Er hatte gesagt das wir uns heute noch mal treffen würden. Doch wann? Und wo? Es zischte neben mir. Erschrocken drehte ich mich auf meinem Bett um. Der Junge stand vor mir. Er hatte dasselbe an wie gestern und wieder konnte ich nur seinen Mund erkennen. ?„Na? Wie das geht es dir?“?„Müssen wir uns in Gedanken unterhalten?“?„Ja! Du musst dich darin üben!“
?„Ach so. Wollt bloß sagen das es ganz schön anstrengt! Ähm... du wolltest noch erzählen, warum du mir gesagt hast, das ich Gedankenlesen kann und wie!“ ?„Stimmt! Aber ich möchte dir erst jemanden vorstellen, den du eigentlich kennst!“?Neben ihm erschien zuerst ein violetter Nebel der sich langsam formte bis er sich mit einem leisem zischen in meine beste Freundin Selma verwandelte. „Hallo Kora! Wie weit ist sie?“ Die Frage war nicht an mich gestellt sondern an den Jungen „Sehr weit noch nicht, ich dachte du wolltest mir beim erklären helfen!“ „Ja schon...“ begann Selma „aber das kommt mir alles so kompliziert vor...“ „Ach komm, das krigst du hin und du solltest auch bald anfangen kuck sie dir an.“ Selma sah zu mir. Sie lachte. Allerdings hätte ich das an ihrer Stelle warscheinlich auch getan. Seit sie aufgetaucht war hatte ich mich aufgesetzt und starrte nun mit offenem Mund sie und den Jungen an. „Hat sie ihre Kette schon?“ „Was für eine Kette?“ fuhr ich nun dazwischen. „Die hier!“ Sagte der Junge und hielt mir eine seiner Hände vors Gesicht. Wie auch bei Selma kam zuerst violetter Rauch der sich formte und schließlich lag ein kleines Amulet in seiner Hand. Es war von dunklem Silber in der Mitte war ein wunderschöner hellblauer Stein. Er war ungefähr so groß wie ein kleiner Pfirsichkern.
Der Junge warf es in die Luft und machte eine Handbewegung. Das kleine Amulett begann zu schweben und legte sich um meinen Hals. „Danke, aber wozu brauch ich das?“ fragte ich. „Drück auf den blauen Stein und sage laut und deutlich drei!“ erwiederte Selma aufgeregt.
Wird ja immer schöner. Ich stand auf und tat was sie mir gesagt hatte. Kurz darauf leuchtete der Stein auf dem Amulet und gab drei kleine Mini-Tornados frei, die in meinem Zimmer nun wartend auf der Stelle wirbelten. Obwohl ich aufgestanden war setzte ich mich sofort wieder hin. Das war doch total verückt! „Das sind in unserer Welt ein gutes Fortbewegungsmittel!“ sagte Selma stolz zu mir. „Ach ja?“ schrie ich sie nun an. „Und wo genau sollen wir uns hin fortbewegen?“ „Hey ich hab mir nicht ausgesucht das du ein Fantasiekind bist!“ Wie vom Donner gerührt stand ich da. Fantasiekind? Hilfe, was passiert hier? „Das jetzt doch etwas sehr schnell“, fuhr der Junge vorsichtig dazwischen, „meinst nicht Selma?“ Selma stand ziemlich bedröppelt da. „Ist mir nur rausgerutscht...“ „Nicht so schlimm, zeig Koralie lieber, wie man sie benutzt!“ Ich warf ihm einen dankbaren Blick zu. Zwar hätte ich gerne gewusst was es mit dem Fantasiekind auf sich hatte, aber die Tornados interesierten mich doch mehr. Eine sehr nervige Eigenschaft von mir war nämlich die Neugierde. Natürlich machte mir das alles Angst doch ich wollte wissen was das bedeutete. Und ich war mir sicher das ich nicht träumte! Selma trat nun an einen der Tornados heran. Sie setzte sich hin als wäre er ein bequemer Stuhl. Der Tornado schloss sich ganz langsam um sie und wurde immer dünner. Als er so dünn war wie eine Spagetti, verschwand er in dem Stein meines neuen Amulets. „Wo ist sie hin?“ fragte ich den Jungen besorgt. „Keine Sorge, ihr geht’s gut, geh ihr hinterher, ich bin auch sofort da.“ erwiederte er ruhig. Mit zitternden Beinen lief ich auf den mittleren Tornado zu. Ich machte es Selma nach und setzte mich hin. Er war wirklich bequem! Bevor sich der Tornado ganz um mich schloß, sah ich noch, dass der Junge in dem letzten Tornado Platz genomen hatte. Wie gestern fühlte ich mich,als hätte der Wind eine Hand bekommen, mich gepackt und mich durch die Luft schleudern. Es war sooooo ein tolles Gefühl. Als es aufgehört hatte schlug ich die Augen auf. Alles schwarz. „Wieso kann ich nichts sehen?“ fragte ich in die Dunkelheit. Ich merkte wie meine Stimme zitterte. „Ganz ruhig“, erkannte ich die Stimme des Jungen „Stell dir den Raum vor wie er dir im Moment am besten gefallen würde und lass dir Zeit es braucht eine Weile, glaub mir. Oh und mach die Augen zu, obwohl alles Schwarz ist, dann ist es einfacher.“
Ich atmete tief durch und tat, mal wieder, das was er von mir verlangt hatte. Ich kam mir vor wie in der Schule.

Ich hatte keine Ahnung wie lange ich brauchte, ich nehme an, es war ein halbe Stunde vergangen als ich die Augen wieder aufschlug. Er genau so aus wie er sein sollte!
Die Wände waren zwar schwarz und kaum zu erkennen aber in der Mitte des Raumes stand ein kleiner gläserner Tisch auf dem Salzstangen, Kekse und für jeden ein Glas Limonade standen. Das Beste waren aber die drei riesigen Sitzkissen auf dem Boden. In dem grünem saß der Junge und in dem orangenen Selma. Sie grinnste mich an. Ich setzte mich in den violeten, er war kuschelweich und gab mir ein beruhigendes Gefühl. Keiner von uns sagte etwas. Ich spürte das Selma und der Junge eine Frage von mir erwarteten: „Also kann ich jetzt alles tun was ich will, ich muss es mir nur vorstellen?“ „Genau!“ Selmas Stimme klang richtig erleichtert. „Das geht aber erst nach Sonnenuntergang,“ warf der Junge ein, „Und sowas können blos Leute wie wir sehen!“ „Und woran erkenne ich solche Leute?“ fragte ich. „Das sagen wir dir auch noch, aber jetzt lass mal sehen was du so alles kannst!“ drängte Selma mich. „Einfach vorstellen?“ man wird ja Sicherheitsfragen stellen dürfen. „Ja,ja“ Selma war ungeduldig. Na schön! Ich brauchte eine Weile, sogar noch länger als vorhin mit dem Raum. Diesmal schloss ich mein Augen nicht, denn ich konnte ja nicht sehen was ich machte. Als ich fertig war, lies ich noch einen kleinen roten Schalter auf dem Tisch erscheinen. Mühselig aber ich bekam es hin. „Darf ich?“ fragte Selma aufgeregt. „Bitte“ sagte ich erschöpft. Meine Güte! Ich total fertig! Sich solange auf etwas bestimmtes zu konzentrieren war anstrengend und es saugte die Energie aus einem heraus.
Doch ich hatte keine Zeit zum ausruhen, denn schon hatte Selma den Schalter gedrückt.
Die Sitzkissen verschwanden plötzlich und wir fielen in ein kleines Gewässer. Als ich noch ganz klein war, hab ich mir immer gewünscht eine Meerjungfrau zu sein, unter Wasser atmen, schwimmen, Fische ohne Taucherbrille scharf zu sehen... Und nun konnte ich mir diesen Traum endlich erfüllen! Unsere Fischschwänze hatten die selben Farben wie die Sitzkissen. Nur mein und Selmas T-shirt verwandelten sich in einen Schwimmoberteil. Ich hoffte dadurch auch das Gesicht des Jungen sehen zu können. Sein Pullover war zwar weg doch er hatte ein Basecap auf, sodaa ich seine Augen wieder nicht sehen konnte. Schade eigentlich. Ich sah den Jungen und Selma mit strahlenten Augen an. „Was sagt ihr?“ Selma kuckte sich um. „Schik!“ sie kam auf mich zugeschwommen und tippte mich an. „Du bist!“ und schwamm weg. „Na warte!“ rief ich und schwamm ihr hinterher. „Ich bin auch noch da!“ rief der Junge hinter mir etwas empört. Ich drehte mich um tippte ihn an und schwamm Selma hinterher. Wir wussten, dass wir albern waren aber wenn man aufhört ein Kind zu sein kann mann aufhören zu träumen. Nach einer Weile nahm mich der Junge an der Hand. Ich sah ihn erschrocken an. Er grinnste und schwamm mit mir im Schlepptau an die Oberfläche. „Was machst du denn?“schrie ich ihn an. Er sagte nichts denn wir erreichten die Oberfläche. Mir stockte der Atem. Der schönste Sternenhimmel den ich je gesehen hatte erstreckte sich über uns. Der Junge sah auf meinen Fischschwanz.
Er verschwand und ich bekam meine Beine zurück. Dann sah er auf eine Stelle im Wasser, aus der sich eine Insel erhob. Er setzte mich auf der Insel ab und lies meine Hand los. Selma erschien vor mir. Ich sah nach oben. Sterne soweit das Auge reicht. Das sah so schön aus.„Machen wir das mit Ann heute oder morgen?“ hörte ich Selma zu dem Jungen sagen. „Morgen!“ entschied dieser „Sie ist schon zu lange weg.“ „Und wie komme ich jetzt nach Hause?“ Sie sahen mich richtig entgeistert an, Selma kicherte „Also Kora das solltest du aber langsam mal wissen!“
Ach ja: vorstellen! Ich machte meine Augen zu. Und schwupps, war ich schon da. Naja so ganz schwupps war es dann doch nicht. Ich brauche immer noch ziemlich lange! Ich kroch ins Bett und kuschelte mich an meinen Hasen Emma. Ich hatte sie als Plüschtier in meiner Schultüte gefunden und bewarte sie auf, damit sie mir, während meiner ganzen Schulzeit treu und glückbringend an meiner Seite stand. Bevor ich hören konnte das meine Eltern und Amy wieder da waren war ich schon eingeschlafen.

Kapitel 3

Als ich am nächsten Morgen meine Sachen auf meine Schulbank auspackte, kam Selma angelaufen. „Das brauchst du heute nicht!!!“ und deutete auf die Bücher, Hefter, Stifte und ähnliches was ich schon ausgepackt hatte. „Wieso denn?“ fragte ich. „Wir haben Ausfall, nur 5 Stunden und den ganzen Tag nur Sport und zwar mit Herr Sakot!“ erzählte Selma aufgeregt.
Ich freute mich sofort mit ihr. Ich liebte Sport obwohl man mir das nicht ansah. Außerdem war Herr Sakot der beste Lehrer der ganzen Schule. „Wirklich den ganzen Tag???“ fragte ich. „Jaaaaaaa!!!!!“ schrie Selma.

Hammer! Doch es war ganz und gar nicht „Hammer“. „Hallo, ihr lieben Sportfreunde!“ Herr Sakot! „wir werden heute eine Gruppenarbeit beginnen, ich hatte da sowas wie einen Tanz im Sinn, sollte so ungefär 10 Minuten dauern!“ „Ein Tanz.“ stöhnten einige Jungs. „So! Dann bilden wir ein paar wunderschöne Dreiergruppen!“ Ich stellte mich sofort zu Selma. Wir umschlungen uns und schrien: „Uns gibt’s nur im Doppelpack!“Ach ja, wir waren definitif Drittklässler! „Gut“, Herr Sakot nickte zufrieden, „dann gehst du auch mit rein! Wie heißt du?“ fragte er, ausgerechnet Sascha! „Sascha!“ grinste dieser. „Gut dann kommst du zu unseren Hobbytänzerinnen!“ Na super. Es stimmte zwar, dass Selma und ich uns sehr oft in Tanzkursen anmeldeten. Wir tanzten furchtbar gerne! Aber musste Sascha das unbedingt wissen?
Keine Ahnung weshalb mir das peinlich war... „Na los, wir können's nicht ändern.“ Selma sah aus als würde sie jede Sekunde loslachen. Sie war ein absoluter Schatz, aber es wurde wirklich lästig. Die Gruppen fanden sich zusammen. Da wir knapp 4 Stunden Zeit hatten, hatten wir bald eine tolle Coreographie fertig. Sascha hatte tolle Ideen, war stark, gelenkig und merkte sich viele schwierige Schritte. Obwohl wir die schnellste Gruppe waren wurden wir nicht fertig. „Na dann müssen wir nächsten Dienstag nochmal ran! Übt zu Hause weiter, dann kommen wir zu den Presentationen.

Die Schule war zu Ende. Ich sattelte mein Zeug auf als mir jemand auf die Schulter tippte.
Ich fuhr herum. „Laufen wir wieder zusammen?“ Sascha grinnste mich an. „Kannst du mal aufhören mich so zu erschrecken? Ich lande wegen dir noch im Krankenhaus! Dann sag ich vielleicht ja! Ich sag nur noch Selma schnell tschüss.“ „Okey! Aber ihr sagt doch immer nuff, statt tschüss, oder?“ Oje, dachte ich mir. „Lass das bloß nicht Selma hören“, fuhr ich ihn an „woher weist du das eigentlich? Ich hab dir das nicht erzählt!“ Er tippte sich an die Nase, grinnste und schwieg. Jungs! Ich ging zu Selma. Das Sascha von unserem nuff wusste, sagte ich ihr lieber nicht. Ich wollte ihn nicht darauf aufmerksam machen, das er eine Zahnspur hinterlies, wie Hänsel das Brot. Wir verabschiedeten uns und ich ging mit Sascha nach Hause. Als ich endlich zu Hause war, musste ich an die Nacht mit dem Jungen und Selma denken. Es beschäftigte mich! Wer war er? Was hatte Selma mit „Ann“ gemeint? Wer war Ann? Diese Fragen überschlugen sich in meinem Gehirn und bereiteten mir Kopfschmerzen. Eins nach dem anderen dachte ich mir. Erst mal brauch ich was zu Essen. Ich bediente mich von dem Auflauf, der in der Küche stand. Unter der Form lag ein Zettel.

Hallo Koralie,
sind mit Amy beim Zahnarzt, wird nicht lange dauern, haben dich lieb
Mama & Papa

Ich seufzte, wieder allein! Aber das war ja egal. Ich beschäftigte mich an diesem Tag mit Büchern, dem Fernseher und dem Computer. Alles durcheinander. Als ich mir um 7 ein paar Brote zurechtmachte hörte ich Amy draußen weinen. Ich lies alles liegen und rannte nach draußen. Nichts war mir wichtiger, als meine kleine Schwester! Mama und Papa hockten vor der Autotür, die Amy anscheinend verriegelt hatte. Sie hätten sie aufschließen können aber es war etwas ernstes, das sah ich sofort! „Darf ich mal?“ fragte ich. Mama und Papa ließen mich sofort gewären. Ich war Amy's Vorbild. Warum, wusste ich nicht, aber sie hatte mich sehr lieb und ich sie auch. Vorsichtig schloß ich, mit dem Schlüssel den Papa mir im vorbeigehen gegeben hatte, die Autotür auf. Amy starrte zu mir hoch. Ihre Augen sahen verheult aus und sie sah unglaublich traurig aus, aber das war nicht das worüber sie sich, jetzt an meinem Oberschenkel, ausheulte. Natürlich hatte ich sie schon längst gesehen, beugte mich aber runter und fragte tröstend:
„Was ist denn los?“ „Die haben mir eine Außenzahnspange reingebaut!“ heulte sie. „sie tut so weh mach die ab, bitte mach die ab!“ „Das kann ich nicht, sonnst bringt mich deine Zahnärztin um.“ Ich erinnerte mich mit Grausen an das Rumgebrülle von Amy's Zahnärztin. Furchtbare Frau! „Und wenn ich dann tot bin hast du niemanden zum knuddeln! (das stimmte zwar nicht, denn es gab ja noch Mama, Papa, Petar, ihren späteren Freund, Oma... aber das sagte ich ja nicht!) Und ich bin dann ganz alleine im Himmel!“ Weder Mama noch Papa waren gläubich, aber sowohl ich als auch Amy, fanden den Glauben das man sich noch mal sieht, tröstlich und hielten uns daran fest. „Aber sie sieht so hässlich aus!“ heulte sie weiter. So ging es hin und her. Sie weinte, ich tröstete, sie weinte weiter. Schließlich bekam ich sie dazu mit ins Haus zu kommen. Allerdings musste ich ihr eine riesengroße Knuddelstunde versprechen und dass sie bei mir schlafen durfte. So kuschelte sich Amy sich am Abend bei mir ein und drückte sich an mich. Sie lag an der Wand damit sie nicht rausviel (ich fragte mich wie man mit einer Außenzahnspange schlafen kann). Die Minuten bis Amy eingeschlafen war verstrichen endlos. Als sie dann doch neben mir zufrieden schnarchte, dachte ich an Selma und den Jungen. Würden sie kommen? Wenn Amy so nah bei mir schlief? Ich drehte mich zu der freien Fläche in meinem Zimmer wo gestern Selma und der Junge erschienen waren.

Und sie kamen! Genau wie gestern kam zuerst violetter Rauch der sich formte. Und mit einem leisem Zischen standen der Junge und Selma vor mir. „Na wie geht’s dir?“ fragte der Junge.
„Gut euch?“ fragte ich die beiden. „Keine Beschwerden zum Thema Gedankenunterhaltungen?“ fragte Selma kichernd. „Nein, ich muss üben, was auch immer das heißen mag, aber ich möchte vorallem Amy nicht wecken!“ „Hm“ ,meinte der Junge,„Ich glaube dafür ist es zu spät!“ Ich fuhr herum. Amy saß aufrecht da und starrte glubschäugig auf Selma und den Jungen. „Halt ihr mal kurz die Augen zu, ansonsten erschreckt sie sich noch mehr.“ sagte der Junge zu mir. „Was hast du vor?“ fragte ich erschrocken. „Keine Sorge,“ sagte er „,nur einschlafen lassen!“ „Wird sie sich an euch erinnern?“ „Nein, sie wird es für einen Traum halten, und wenn doch, darfst du auf keinen Fall die Wahrheit sagen. Zu niemanden!“ „Na, gut!“ sagte ich schmollend.Ich drehte mich zu Amy um und umarmte sie, dann hielt ich ihr die Augen zu und flüsterte: „Keine Angst, das ist bloß ein ganz böser Traum. Morgen gehen wir ein Eis essen ja?“ „Au ja!“ rief Amy. Dann sah ich mich zu dem Jungen um. Was hast du jetzt vor? Wollte ich fragen, aber ich sah es schon. Violeter Rauch umnebelte Amy. Kein Wunder das ich ihr die Augen zuhalten sollte! Erstaunt, verwirrt und erschrocken sah ich zu wie Amy langsam umkippte, sich zur Wand drehte und weiter schlief. Ich betrachtete sie voller Sorge, als glaubte ich, sie wäre tot. „Eis essen?“ fragte Selma kichernd. Mir war nicht nach lachen zumute. „Ja. Eis essen! Sie lässt immer alles stehen und liegen wenn sie das Wort Eis hört.“ giftete ich sie an. Selma merkte das ich mir immer noch Sorgen um Amy machte. „Kommst du?“ hörte ich hinter mir ihre, jetzt vorsichtige, Stimme. Langsam drehte ich mich um. Ich wollte Amy jetzt nicht alleine lassen. „Wohin?“ fragte ich. Ohne ein Wort, nahm mich der Junge an der Hand. Seine Hand war warm und ein bisschen verschwitzt. Wieder wurde ich durch die Luft geschleudert.

Als ich meine Augen wieder öffnete, stand ich in einem Wald. Eher ein Dschungel. Aber allein. Ich wartete gefühlte 10 Minuten bis Selma und der Junge auftauchten aber sie waren und blieben weg. Auch mein Versuch mich selber nachhause zu denken klappte nicht. Mich behinderte etwas. Weil ich mich inzwischen schon ganz steif fühlte, lief ich ein Stück und setzte mich auf eine große Wurzel. Meine Gedanken überschlugen sich. Wie komme ich nach Hause? Wo sind Selma und der Junge? Alles solche Fragen. Ich atmete tief durch. Rumheulen bringt mich auch nicht weiter. Vielleicht sind hier in der Nähe Menschen die mich nachhause bringen konnten. Englisch konnte ja jeder! Was ich denen erzählen sollte wie ich hierher gekommen war wusste ich nicht, aber das bekam ich schon irgendwie hin! Ich wollte aufstehen und weiterlaufen als plötzlich von oben, aus den Bäumen, ein orangener, breiter und lebendiger Strick herunter kam, sich um meine Hüfte legte und mich hochriss. Ich schrie. Plötzlich spürte ich einen schmerzhaften Stich in der linken Wade und der Griff um meine Hüfte lockerte sich. Ich wollte mich freikämpfen, aber mir wurde langsam schwarz vor Augen. Kraftlos lies ich mich in den Strick sinken und schloss die Augen.

ooo

 

„Wie geht es ihr?“ fragte der Junge! Ich wollte aufstehen, ihm erzählen was passiert war, doch ich konnte mich nicht rühren. Mattgelbes Licht drang durch meine Augenlieder. „Gut,“ hörte ich jetzt eine fremde weibliche Stimme sagen „sie wird bald aufwachen! Glaubt ihr wirklich das mein Überrumpelungsangriff gut war?“ Wie bitte? Ich wurde von einem Strick angegriffen? „Etwas besseres ist mir nicht eingefallen!“ sagte der Junge etwas bedröppelt. „Oder möchtest du ihr sagen: Hallo Koralie, wusstest du das eine furchtbare Krankheit in dir wohnt? Ja, wir wollen dir eine Spritze dagegen geben und zwar in Form eines Schlangenbisses? Jetzt sei ehrlich, hättest du zugestimmt, Natalie?“ Also wurde ich von einer Schlange angegriffen! Einige hätten jetzt geschrien und wären weggerannt, aber ich tat es nicht. Abgesehen davon das ich mich noch immer nicht bewegen konnte: ich mag Schlangen! Und ich hörte, dass es Natalie (so hies anscheinend meine Angreiferin) Leid tat. Sie kicherte gerade: „Naja da ich schon das Heilmittel in mir trage brauche ich sie nicht mehr! Und sie kennt mich nicht und würde mir eh nicht glauben. Aber trotzdem! Sie tut mir Leid.“ „Du weist,“ warf der Junge ein „entweder sie oder unsere ganze Fantasiewelt bricht zusammen! Aber du hast Recht, sie tut mir ja auch Leid!“
Oh mann, das musste ich jetzt erstmal verdauen. Doch Natalie gab mir dazu keine Zeit:
„Aber groß, scheinst du nicht auf sie acht zu geben!“ „Warum?“ fragte der Junge verwirrt, wütend und herausvordernd. Natalie kicherte wieder: Du hast nicht gemerkt das sie wach ist und uns zuhört, schon seit deiner Wie-geht-es-ihr-Frage!“ „Oh!“ kam es von dem Jungen. Ich wollte aufstehen, konnte mich aber nach wie vor nicht bewegen. „Hier, trink das!“ jemand hielt mir ein Glas an die Lippen. Ich trank die Flüssigkeit. Sie schmeckte süß, kalt und fruchtig. Als ich ausgetrunken hatte konnte ich mich wieder bewegen und ich schlug die Augen auf.

Ich lag auf einem Strohaufen. Ein, aus Stängeln gewobenes Nest, diente als Kissen und ein großes Farnblatt als Decke. Während der Unterhaltung hatte ich mir vorgestellt, in einem Krankenzimmer zu liegen, dem war aber ganz und gar nicht so. Ich lag in einem großen Baumhaus aus Bambus.  Kleine Lianenvorhänge trennten die Räume. Ich lag anscheinend im Schlafzimmer. Neben mir stand der Junge. Neben ihm hatte sich eine orangene Schlange mit unregelmäßigen gelben, Kreisen aufgerichtet. Das war also Natalie. Jetzt weiß ich auch, was Selma mit Ann gemeint hatte! Sie lächelte mich an. Ich lächelte müde zurück. „Was für eine Krankheit habt ihr gemeint?“ fragte ich. „Du sollst doch in Gedanken mit mir reden!“ fuhr mich der Junge an. „Na,na“ sagte Natalie und ringelte ihr Schwanzende beruigend um sein Handgelenk, das neben dem Kissen lag. Das fand ich nett! Ich war alle und hatte dafür überhaupt keine Energie. „Vieleicht solltest ihr wirklich alles mal erklären!“ meinte Natalie zu dem Jungen, sie schlängelte sich zu einem Tisch, nahm eine Dose und kam wieder zu mir. „Hier, das sind Tabletten, falls du Krämpfe krigst! Nachwirkungen der Spritze! Tut mir leid!“ „Danke! Ist nicht so schlimm. Aber ich wüsste wirklich gerne was das alles soll!“ sagte ich zu dem Jungen. „Also gut, komm mit!“ sagte der Junge schließlich und wannte sich um, um zu gehen. „Aber...“ versuchte ich ihn zu erinnern das ich nicht aufstehen und ihm nachlaufen konnte, aber Natelie kam mir zu Hilfe. Sie schlängel-te sich mit dem Kopf voran um mich herum und trug mich in ein anderes Zimmer. Es fühlte sich an wie eine freundschaftliche Umarmung. In dem Zimmer, in das sie mich gebracht hatte, schwebten kleine Wölkchen auf der Stelle. „Wo ist Selma?“ fragte ich, als mir einfiel, dass sie nicht da war. „Sie ist ein paar Kräuter für mich pflücken gegangen!“ sagte Natalie. Sie setzte mich auf eine der Wölkchen und gab dieser einen kleinen Schubs. „Halt, wo fliegt die hin?“ rief ich noch über die Schulter. „Zu dem Jungen!“ sagte Natalie „erschreck dich nicht wenn du draußen bist! Ich hatte ein bisschen Licht gemacht, draußen Ist es Nacht!“
Ich schaute nach vorn damit ich wenigstens wusste wohin es ging und schrie auf als das Wölkchen gegen eine Wand flog. Doch ich glit durch die Wand als wäre es Pudding.

Es war wirklich schon Nacht. Die Sterne funkelten am Himmel. Ein schöner Anblick, den ich eine Zeit lang genoss. Als ich mich umschaute, ob ich den Jungen schon sehen konnte, fiel ich schon mit einem leichten Aufschlag neben ihn. Wir saßen auf einem Fels, und hatten ein wunderschöne Außsicht auf ein Meer, in dem sich der Mond spiegelte.Die Stimmung war sehr angespannt. Damit der Junge endlich mit der Sprache rausrückte, fragte ich ihn: „Du wolltest mir etwas erklären..?“ Er seufzte „Also gut: Ich, Selma und noch einige andere leben als Fantasiekinder auf der Erde. Wir sind für die Träume, Wünsche und ähnliches was mit Fantasie zu tun hat zuständig. In unserer Welt ist alles in bester Ordnung. Doch vor kurzem kam ein schlimmes Etwas in die, sonnst so ruhige, Welt der Fantasie. Natürlich wir können alles, also auch Feinde einfach wegschnippen, aber egal wer oder wie viele zu diesem Ungeheuer, oder was auch immer es ist, wir sehen sie nie wieder. Falls du jetzt fragen willst: sie sind nicht gestorben, nur der Fantasieteil von ihnen. Dieses Ungeheuer lässt nichts, aber auch gar nichts, übrig und wenn alle Fantasiekinder gestorben sind wird es keine Träume geben! Du wirst dich wundern, wieviel den Menschen ihre Träume wert sind! Irgendwann werden sie es aufgeben zu schlafen weil sie so verzweifelt sind zu träumen! Ohne Schlaf wird der Mensch verrückt und stirbt auch bald. Und die Zuchttiere oder andere wie Tauben, Marder oder andere, die auf die Menschen angewiesen sind, sterben auch. Dann die ganzen Tiere, die diese Tiere fressen. In spätestens 50 Jahren ist ALLES tot.“ wir schwiegen, meine Gedanken wirbelten durcheinander. „Und gibt es einen bestimmten Grund warum du mir das erzählst? Den Wir-sind-für-alles-was-mit-Fantasie-zu-tun-hat-Teil kapier ich ja, aber der Rest... warum macht ihr den Kindern auch noch Angst?“
Er sah mich an. „Naja...“ begann er „Es ist so: das Monster, oder was es auch immer ist, hat es schon auf der anderen Welt versucht, aber da hindert es irgendwas. Und das...“ „War ich?“ fiel ich ihm ins Wort. „Ja“ antwortete er. „Wow“ ich lies alles was er gesagt hatte erst mal sacken. Nach einer gefühlten, halben Stunde fragte ich schließlich: „Und wie sieht das Monster aus? Warum bekommt ihr es nicht einfach weggeschnippst?“ „Das wissen wir eben nicht!“ antwortete der Junge. „Hm...“ machte ich. „Gibt es hier eine Bibliothek oder so was?“ fragte ich ihn.
Er kuckte mich ungläubig an : „Was willst du denn in einer Bibliothek?“ „Nachlesen! Ob das schon mal passiert ist oder so.“antwortete ich. Der Junge lachte „Glaubst du darauf sind wir noch nicht selber gekommen?“ sagte er, „nirgendwo steht was, absolut NIRGENDWO!“ das letzte Wort schrie er so laut, dass ich mich erschreckte und beinahe ins Wasser gefallen wäre.

Als ich mich wieder beruhigt hatte, merkte ich das der Junge neben mir vor Wut zitterte. Ich nahm meine letzten Krümel Energie zusammen und verwandelte meine Hand in eine orangene Schlangen-schwanz-spitze und ringelte sie, wie Natalie, um sein Handgelenk. Es dauerte nach wie vor lange aber ich wollte ihn trösten. Er hörte auf zu zittern und verwandelte meine Hand zurück. Er lächelte mich an „Lieb, das du mir helfen willst, aber ich bin hier sowas wie der...“ er hob seine Finger und machte ein paar Hasenzeichen in der Luft, „Oberste Richter. Für alles was schief läuft, bekomme ich die Schuld in die Schuhe geschoben und ich halte langsam es langsam nicht mehr aus!“ Ich sah ihn mitfühlend an, am liebsten hätte ich ihm in die Augen geschaut aber ich konnte seine Augen ja überhaupt nicht sehen. „Eines sollte ich dir noch sagen: unsere Welt besteht aus einer Art Dimensionen, die sich überschneiden. Und jedes Buch, jede noch so kleine Geschichte, jeder Film, jedes Hörbuch hat eine Dimension. Du kannst zwischen diesen Dimensionen reisen, helfen fragen alles mögliche, aber es gibt einige Regeln: Du darfst niemanden sagen das es noch mehr Fantasiekinder gibt. Du darfst kein Geld herdenken so was halt. Aber bist ja ein ordentliches Mädchen oder?“ „Ja, aber kennen auch einige „ Dimensionen“ Fantasiekinder?“ fragte ich. „Ja, aber nur die bekanntesten, so was wie Aladin oder Schneewitchen.“ Er lies wieder eine Armbanduhr an seiner Hand erscheinen. „Du musst nachhause!“ rief er erschrocken, und fragte dann etwas ruhiger: „Schaffst du es alleine oder soll ich dir helfen? Zur Antwort kippte ich an seine Schulter und schlief auf der Stelle ein. Ich merkte noch wie der Wind in meinen Haaren rumwuslte und wie eine Bettdecke mich zudeckte, bis ich eine Nacht, voller wirrer Träume fiel.

Kapitel 4

Als ich am nächsten Morgen aufstehen wollte, fühlte ich mich schlapp und wollte nicht aufstehn. Ich dachte an gestern und an die Nacht. Was das wohl für ein Monster war? Ich stand auf.
Ich musste ja in die Schule (mist!). Doch sobald ich stand, wurde mir schwarz vor den Augen. Um nicht umzufallen, setzte ich mich auf die Bettkante. Amy wurde neben mir wach.
„Was ist los Kora?“ fragte sie. „Nichts.“ log ich meine kleine Schwester an. Das machte mir zwar, neben den jetzt eintretenden Kopfschmerzen, auch noch Bauchschmerzen, aber ich wollte sie nicht beunruhigen. Ich stand nochmal auf. Aber nach vier weiteteren, vergeblichen Versuchen aufzustehen, wusste ich: ich konnte heute unmöglich in die Schule (haleluja!). Meine Eltern akzeptierten es, da ich beim aufstehen immer bedrohlich schwankte. „Warscheinlich hast du gestern zu wenig getrunken. Das geht morgen wieder weg!“ sagten sie. „Hä?“ machte Amy, „Kora darf doch noch keinen Alkohol trinken oder?“ ich lachte. Troz ihres Alters, wusste Amy einiges. Zwar das falsche, aber einiges. Nachdem ich sie aufgeklärt hatte, meine Eltern in der Schule anriefen und sie Amy in die Schule gefahren hatten, war ich allein und schlief erstmal ein bisschen. Als ich nach meinem „Nickerchen“ auf meine Armbanduhr sah, war ich erstaunt: zehn nach halb sieben. Abends! Noch mehr wunderte mich: Ich war 1. Immer noch furchtbar müde,
2. Ich hatte keinen Hunger oder Durst (oder musste mal zur Toilette), und 3. Ich lag überhaupt nicht in meinem Zimmer, sondern in Natalie's Baumhaus!

Die Besitzerin kam gerade auf mich zu. „Morgen Schnarchi!“ sagte sie und grinste mich an. „Hallo Natalie“, sagte ich, „warum bin ich hier? Und, noch besser: Wie bin Ich hierher gekommen?“ Natalie lachte: „Zu viele Fragen, aber wenigstens hast du noch Humor!“ Toller Trost! „Ist sie endlich wach?“ Selma kam hereingestürmt. „KORA! Meine Güte es geht dir gut!“ schrie sie und drückte mich so fest an sich, das mir die Luft fast weg blieb. Da fiel mir etwas ein und fragte sie: „Was passiert, wenn meine Eltern kommen und mein leeres Bett sehen?“ Sie lies mich überascht los, „Das hat der Junge dir nicht erzält?“ fragte sie ungläubich. „Ja, was denn?“ „Naja..“ begann sie „Wenn du in unsere Fantasiewelt kommst, löst sich dein Fantasieteil von deinem Körper und kommt ohne den Körper hierher.“ „Hä?“ machte ich, „Soll das heißen, dass mein Körper noch in meinem Bett liegt?“ „Im Prinzip... Ja!“ sagte Selma. Zum Beweis, machte sie eine Handbewegung und lies einen kleinen Bildschirm vor meinen Augen erscheinen. Auf dem Monitur sah ich, ein schlafendes Mädchen. Mich. „Wow! Fühlt sich schon komisch an.“ sagte ich. „Was meinst du?“ fragte mich Selma. „Naja,“ begann ich „Ich merke, dass ich hier liege und sehe mich trozdem zu Hause im Bett liegen!“ „Stimmt!“ bemerkte sie. „Du,“sagte ich, „ich möchte ja nicht neugirig erscheinen, aber warum bin ich hier? Und wie bin Ich hierher gekommen?“ „Erstens“ sagte Selma, „warum du hier bist, weiß ich nicht. Weißt du das Natalie?“ wandte sie sich an Natalie. „Nein!“ sagte diese. „Und zweitens, du bist von mir getragen worden.“ fuhr Selma fort. Diese Erklärung nahm ich erst mal hin. „Wo ist der Junge?“ fragte ich. „Keine Ahnung, aber er ist bestimmt gleich da.“ versicherte mir Selma. Wie auf ein Zeichen, kam der Junge ins Zimmer gelaufen. Erleichtert sah er, dass es mir gut ging. Dass fand ich süß, schließlich zeigte er mir so, dass er sich Sorgen um mich gemacht hatte. „So,“ sagte Natelie „da jetzt alle versammelt sind, fänd ich's schön du würdest uns aufklären, Junge!“ Der Junge grinnste. „Tja, würd ich gern, kann ich leider nicht!“ Alle starrten ihn an. „Ich war das nicht! Ich hab Selma nicht beauftragt Kora hierher zu bringen! Sondern einer meiner Brüder!“ verteidigte er sich prommt. „Wie viele Brüder hast du denn?“ fragte ich ihn. „Wir sind Siebenlinge,“ antwortete er „Den Rest kannst du abzählen!“ Holla! Die armen Eltern! Sieben Wonneproppen zu versorgen macht bestimmt keinen Spaß. Na, wenn die in die Pupertät kommen wird das sicher ein Teater. „Konntest du denn etwas ungewöhliches feststellen Natalie?“ fragte der Junge. „Ja, aber ich weiß nicht was es ist.“ sagte sie, „ist aber nichts lebensbedrohliches, dass hätte ich gemerkt!“ „Gut“ Selma klang erleichtert. „Sag mal … Junge... was haben denn deine Brüder mit mir zu tun?“ fragte ich. „Das sage ich dir nicht.“ sagte der Junge. Mir fiel etwas ein. „Sag mal, du hast doch gesagt das die bekanntesten Dimensionen von uns wissen, oder?“ fragte ich hoffnungsvoll. „Ja... warum?“ fragte der Junge verwirrt. „Was ist mit Hermine?“ fragte ich aufgeregt. „Was für eine Hermine?“ fragte Selma dazwischen. „Na Hermine Granger, von der Buchreie Harry Potter! Die ist doch sehr bekannt! Und zeigt mir mal etwas was sie nicht weiß! Und die Schule, von denen, hat eine riesige Bibliothek, vielleicht steht da irgendwas, über unser Problem drin!“ Die drei starrten mich an, als hätte ich vorgeschlagen die nächste Bank auszurauben. Natalie fragte zögernd den Jungen: „Das könnte gehen, oder?“ „Ja...“ sagte dieser abwesend, „Das ist genial! Und so einfach! Warum ist uns das nicht eingefallen?“ „Dann müssen wir sofort los!“ rief ich und strampelte die improviesierte Decke weg, stand auf, stöhnte und setzte mich wieder hin. So ein Mist! „Ohne Kora, können wir einpacken!“ sagte Selma. „Wir kucken morgen, wie es ihr geht und dann entscheiden wir!“ sagte der Junge, „Jetzt geht sie nach Hause und schläft sich ordentlich aus! Soll ich dir wieder helfen oder...?“ Ich sah noch durch meine halb geöffneten Augenlieder wie er belustigt lächelte. „Ich glaube, ich brauch noch mal deine Hilfe!“ murmelte ich in meine Unterlippe und schlief ein.

Etwa um vier morgens wurde ich noch mal wach. Diesmal, zum Glück, zu Hause. Ich schwankte zwar immer noch, aber ich schafte es, in die Küche tappen und mir ein Glas Wasser holen.
Ich stellte mich ans Fenster und sah in die Sterne. Sie sahen nicht so schön aus wie letztens aber doch schön. Ich sah wieder hoch. Mir wäre fast das Wasser herunter gefallen. Die Sterne sahen aus wie Buchstaben. Sie ergaben zwar Wörter aber so wirr, dass ich sie nicht lesen konnte. Blödsinn! Sagte ich mir selbst. Du bist müde, geh wieder ins Bett! Immer noch ein bisschen beunruhigt, torkelte ich in mein Zimmer und plumpste in mein Bett. Ich schlief schließlich wieder ein und träumte von Buchstaben und Sternen.

Kommentar

WeltenReiserin am 10. März 2017

Das ist so was von spannend! Schreib bittebittebitte eine Fortsetzung!