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Emily Stopp

Hoffnung

Prolog

Ich sehe sie. Sie steht direkt vor mir und schaut mich an!
Sie sagt kein Wort aber trotzdem habe ich das Gefühl das sie mir etwas mitteilen will.
Es ist nur eine Vision. So ist es immer. Aber es fühlt sich echter an als alles was ich bisher gesehen habe! Ich und sie. Wir sind in diesem Moment ... real!

Die Sehnsucht steigt in mir auf! Ich vermisse sie! Wir werden uns nie wieder sehen!
Aber sie ist immer bei mir! Ich kann sie nicht halten aber wir sind verbunden!
Ein magisches Band das uns nicht trennen kann!
Eine Verbindung die sich einfach nicht beschreiben lässt!
Dieser Moment ist wunderschön, einzigartig... einfach magisch!

Ich weiß das er nicht echt ist aber ich genieße jede einzelne Sekunde!
Ich mustere sie von oben bis unten! Sie sieht aus wie ich!
Das braune leicht gelockte Haar! Die großen braunen Augen.
Die schwungvollen roten Lippen...

Ich habe ihren Tod damals kaum verkraftet! Ich war 14 und habe die wichtigste Person in meinem Leben verloren! Krebs.
Ein Tumor im Rückenmark.
Die Diagnose war für uns alle ein Schock. 5 Monate lang haben wir alle gekämpft.
Ich und meine Familie! Ich war nicht auf ihrer Beerdigung.
Ich hatte keine Kraft mehr! Keinen Mut!

Jetzt macht sie den Mund auf! Sie spricht! Ich habe das Gefühl das sie mir noch 1000 Sachen sagen will. Aber es kommt nicht viel. Nur ein Satz! ….

Kapitel 1

„Sarah ist alles okay bei dir!?“
Langsam erwachte ich aus meiner Vision und kehrte wieder ins hier und jetzt zurück!
Ich hatte (wie schon so oft) das Gefühl als hätte mich ein Zug überfahren und brauchte eine Minute um wieder zu wissen...
Wer bin ich!? - Sahra Flower. 16 Jahre alt. 1.60m groß...

Wo bin ich!? - In meinem Klassenzimmer.
Warum bin ich hier!? Biologieunterricht bei Mrs. Green.
Die wichtigsten Fragen wären also geklärt.

Nachdem ich mich nun wieder in Meiner realen Welt befand konnte ich endlich antworten!
„Nein es ist alles in Ordnung. Ich war nur gerade in Gedanken.“
Mrs. Green schaute mich mit großen ungläubigen Augen an, ließ die Sache dann aber doch auf sich beruhen und widmete sich wieder der Tafel! Dafür war ich ihr sehr dankbar denn auf weitere Fragen konnte ich wirklich verzichten! Ich verstehe das alles selbst noch nicht genau!
Nach der Stunde ging ich mit einem mulmigen Gefühl im Bauch in die Kaffeeteria.

Nur dumm das ich erst vor 2 Wochen nach Paris gezogen war und noch so gut wie gar keine Freunde hatte! Ganz hinten in der „Streberecke“ wie sie alle immer nannten sah ich ein Mädchen sitzen. Sie muss ungefair in meinem Alter gewesen sein.

Sie hatte blondes Haar und sah irgendwie... traurig aus!
Ich nahm mir mein Tablett füllte es mit Brot und Salat und setzte mich neben sie! Es war komisch. Die ersten 5 Minuten sagte keiner von uns beiden ein Wort.

Als ich aufstehen wollte weil ich der Meinung war das ich nun genug gegessen hatte packte sie mich leicht am Arm und zog mich auf meinen Stuhl zurück.
„Hey, ich bin Lillly. Du must Sarah sein richtig!?“ sagte sie und sah mir dabei direkt in die Augen. „Ja die bin ich.“ antwortete ich in einem leicht verwunderten Tonfall.
„Ich habe schon viel von dir gehört. Du kommst aus New York richtig!?“
Sie wickelte ein Haar um ihren Finger und fing an ihre Suppe zu essen.
„Ja da komme ich her. Bin mit meinem Dad vor 2 Wochen hierher gezogen!“
Sie war der erste Mensch an der neuen Schule mit dem ich gesprochen habe. Ich war ihr dankbar das sie das Schweigen gebrochen hatte.Vielleicht könnten wir uns ja anfreunden.
„Ja Paris ist echt toll. Die Stadt der Liebe! Der Traum eines jeden Mädchens hier zu wohnen!“ sagte sie und schwärmte mir vor wie toll es hier sei!
„Naja in NewYork war es auch toll. Ich meine dort bin ich aufgewachsen und dort sind alle meine Freunde.“
Ich hatte gehofft das ich mich schnell hier einleben würde aber es gelang mir einfach nicht die Vergangenheit hinter mir zu lassen und sie zu vergessen!
„Ich kann dich verstehen. Als ich hier eingezogen war ging es mir auch so. Es hat sehr lange gedauert bis ich mich eingelebt habe. Aber eine Freundin hast du doch schon gefunden!“
Sie zwinkerte mir zu und ich sah sie das erste mal mal seit meiner Ankunft lächeln!
Sie hatte mir gerade die Freundschaft angeboten! Endlich ging es mal nach vorne!
„Ja das hoffe ich! Du bist echt nett! Du gehst doch in meine Paralelklasse oder!?“
„Richtig ich gehe in die 11b. Und du 11a oder!?“
Super ein Zimmer neben mir. Also keine langweiligen Pausen mehr!
„Ja. Ich kann immer noch nicht fassen das ich schon 16 bin.
Die Zeit vergeht viel zu schnell!“sagte ich mit einem kleinen Seufzer.
„Das sehe ich genauso. Die Zeit rennt nur so an uns vorbei.
Aber einen Vorteil hat es: In einem Jahr haben wir es endlich geschafft!“
„Stimmt 12. Klasse. Abschluss. Und dann endlich ein eigenes Leben!“
Das war schon immer mein Wunsch gewesen. Unabhängigkeit. Eine eigene Wohnung... Bald hatte ich es geschafft! Es klingelte zur nächsten Stunde. Im selben Moment merkten wir beide das wir uns total verquatscht hatten. Die Kaffeeteria war leer und wir mussten uns beeilen damit wir noch rechtzeitig da waren.

„Na dann mal los sonst kommen wir noch zu spät! War schön dich kennen zu lernen! Ich gebe dir bei Gelegenheit mal meine Nummer dann können wir schreiben. Würde dich gerne besser kennenlernen!“ sagte Lilly während wir zusammen den langen Flur entlang rannten.
„Okay so machen wir das. Danke nochmal für das nette Gespräch. Bis bald!“
Wir rannten beide in unser Klassenzimmer.
Gottseidank hatten wir es noch geschafft. Zu spät kommen nach 2 Wochen an der neuen Schule. Das hätte meinem Ruf nur noch mehr geschadet!
Das Gespräch mit Lilly hatte mir neue Kraft gegeben.
Ich glaubte daraus konnte noch eine gute Freundschaft werden!
Und vielleicht hatte ich endlich den Menschen gefunden dem ich auch meine Geheimnisse anvertrauen konnte!

2 Kommentare

Celeste am 8. März 2015

Das ist total schön geschrieben!!!!!!!!!! Aber Ella hat recht, bisher ist noch nicht so viel passiert... Bitte, Bitte schreib eine Fortsetzung!!!!!! LG Celeste

Ella am 13. September 2013

Oooooh, ist das toll!!!!! Echt schön. Auch wenn bis jetzt noch nicht viel los war Geht's weiter? Lg Ella