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Alissa, Johanna und Eileen

Gespensterjäger im Horrorhotel

Hugos Besuch

Sehr geehrte Frau Funke, wir sind drei Schülerinnen der Klassen 5 der Sekundarschule in Herten. Wir haben uns ganz viel mit Ihrer Gespensterjägerreihe beschäftigt. Wir haben alle Bücher gelesen, haben dazu gemalt,  sind  im Oberhausener Theater (Gespensterjäger auf eisiger Spur) gewesen und haben einen 5. „Band“ – Gespensterjäger im Horrorhotel - geschrieben. Dies alles hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir möchten Ihnen für die spannenden Stunden danken. Herzliche Grüße von Alissa, Johanna, Eileen


Eines schönen Tages verbrachten Hugo und Lola den Tag zusammen. Sie hatten  sich inzwischen angefreundet. Tom war bei Frau Kümmelsaft, sie schauten sich spannende Bücher an. Genau in diesem Moment klingelte es bei Hugo und Lola an der Tür. Sie hörten von draußen ein lautes Hallöchen und  Hugo wusste sofort,  dass seine Cousine Pia vor der Tür stand. Pia schwebte durch die Tür ins Wohnzimmer, wo Lola und Hugo gespannt auf sie warteten.
„Hallo“, fragte Lola neugierig, „und wer bist du?“  
Hugo antwortete: „Das ist meine Cousine Pia“.
Pia hatte blonde glatte Haare mit einer dunkelblauen Schleife auf dem Kopf.

Der Anruf

Tom und Frau Kümmelsaft lasen immer noch in dem Buch. Dann aber ging das Telefon,  Frau Kümmelsaft ging ran und eine unbekannte, raue Stimme fing an zu erzählen:
„Guten Tag, Frau Kümmelsaft, bei uns auf der Stadtallee 138 spukt es im Hotel. Ich bitte ganz dringend um ihre Hilfe.“ Frau Kümmelsaft ging zurück zu Tom ins Wohnzimmer und erzählte ihm in aller Kürze, was passiert ist. „Wir müssen ganz schnell Hugo abholen.“
Sie fuhren sofort mit dem Auto zu Tom nach Hause, schellten und Hugo öffnete die Tür. Tom fragte, wer der neue Gast sei und Hugo antwortete: „Das ist meine Cousine Pia.“
Frau Kümmelsaft erzählte kurz was passiert ist und Pia fragte,
ob sie vielleicht auch mitkommen dürfe.
Hugo erwiderte: „Ja,  klar!“
Danach  machten sie sich auf zum  Hotel.

Das verlassene Hotel


Sie hatten ihr Ziel erreicht und sie dachten es wäre eine kleine Herberge,  aber es war ganz das Gegenteil, es war ein großes, verlassenes Hotel. Sie öffneten die quietschende Tür und gingen hinein. Alles was sie vor ihren Augen zu sehen bekamen war endlose Dunkelheit. Plötzlich knallte die Tür hinter ihnen zu und lauter Wiebeigeis flogen auf sie zu.  
„Das ist ja unmöglich, wie es hier aussieht,“ meinte Frau Kümmelsaft. Tom fragte mit ängstlicher Stimme: „Ist das euer Ernst? So was habe ich ja lange nicht mehr gesehen!“
Pia fragte: „Was meinst du mit lange nicht mehr gesehen?“
„Na, die Spinnweben,“ fauchte Tom. Frau Kümmelsaft lief geradewegs in so ein Netz hinein rein und beschwerte sich, das sie so viele Spinnweben im Gesicht hängen hatte. Alle stürmten sie durch die Spinnweben und die Wiebeigeis, bis sie es endlich geschafft hatten und eine sichere Stelle in diesem finsteren Gemäuer erreicht hatten.

Der Hilfeschrei

Frau Kümmelsaft holte eine kleine Taschenlampe aus der Tasche und alles was sie sahen waren umgekippte Möbel,  Staub und ein dreckiger Boden. Sie gingen gerade durch einen Gang mit vielen Türen, als Tom einen entfernten Hilfeschrei vernahm. Zunächst dachte Tom, er bildete sich alles nur ein. Doch als noch ein Hilfeschrei ertönte, wusste Tom, dass alles echt war.  
Hugo fragte: „Habt ihr das auch gehört?“  Tom erwiderte: „Meinst du den Hilfeschrei?“
Hugo nickte und  Pia und Frau Kümmelsaft bewegten sich vorsichtig  den Gang entlang.
Sie schauten sich die verstaubten Türen an, wobei eine Tür ganz besonders verstaubt erschien und klebriger Schleim war auf dem Türgriff zu sehen.

Pia rief von hinten: „Sollen wir nicht mal durch eine Tür gehen?“  Tom und Hugo antworteten, dass sie an Pias Stelle Angst hätten – doch Pia erklärte: „Es geht schon,“  und versuchte eine Tür vorsichtig  zu öffnen. Sie war  verschlossen. Alle gingen zu der total verstaubten Tür weiter hinten auf dem Gang und diese Tür  war offen. Sie gingen hinein,  die Tür quietschte und es war  stockdunkel. Vorsichtig traten sie ein, aber irgendetwas war komisch, sie hörten Schritte von allen Seiten. Frau Kümmelsaft schüttelte den Kopf,  sie dachte noch immer, dass sie sich das alles einbildete.  Sie gingen jedoch einfach weiter und dachten sich nichts mehr dabei.

Die Blutspur

Die Schritte kamen wieder und Frau Kümmelsaft drehte sich erschrocken um und holte ganz tief Luft.  Tom fragte: „Was ist los?“ Frau Kümmelsaft stotterte: „Da, da auf dem Boden eine Blutspur!“ Tom drängte sich an Frau Kümmelsaft vorbei.
Er wollte die Spur unbedingt auch sehen. Er guckte  auf den Boden und erschreckte sich noch viel heftiger als Frau Kümmelsaft. Hugo schwebte über der Blutspur und bekam einen fetten Blutstropfen auf den Kopf: „Iiihh!“,  schrie er, „was war das für ein Blutstropfen?“ Pia schwebte zu der Blutstelle und schaute sie sich genau an: „Dass ihr euch alle erschrecken müsst, es ist doch nur Blut, etwas ganz Normales.“  Sie gingen weiter.
Die Schritte kamen wieder und sie lauschten an den Wänden woher die Schritte kommen könnten,  fanden jedoch keine Spuren, die das Rätsel lösen konnten.

Der Geheimgang

Die Gespensterjäger hatten das Gefühl der Gang wäre endlos lang und schwarz. Nebel und Dunkelheit standen ihnen ihm Weg. Mutig gingen sie weiter und weiter,  doch der Gang nahm kein Ende,  bis plötzlich eine Tür vor ihnen den Weg versperrte. Frau Kümmelsaft versuchte sie zu öffnen aber das Tor war verschlossen.  Hugo hatte eine Idee, er schwebte durch die Tür hindurch und öffnete sie von innen. Nun war der Eingang frei, doch es war viel dunkler als vorher.
Tom rief: „Ich habe einen Lichtschalter gefunden!“ 
„Mach das Licht an!“, rief Frau Kümmelsaft hinterher. Tom knipste das Licht an, es funktionierte  aber nicht lange, denn  nach ein paar Sekunden zersprang die Glühbirne in tausend Stücke. Trotz der Dunkelheit  gingen sie diesen geheimen Gang entlang und der Hilfeschrei fing auch wieder an und wurde immer lauter. „Anscheinend ist es hier irgendwo, wir kommen der Sache immer näher,“ vermeldete Pia. Hugo gluckste ganz laut und rief: „Da seht ihr es, ganz hinten im Gang brennt ein kleines Licht.“ Tom staunte und sie kamen immer näher.

Der Gefangene

Die Gespensterjäger kamen in ein Zimmer und sahen einen  Mann, der gefesselt auf einem  Stuhl saß und sehr traurig schaute: „Danke das ihr gekommen seid“, hauchte der Mann. „Warum sind Sie gefesselt?“ fragte Tom. Der Mann fing an zu erzählen: „Ich wohne hier in diesem Hotel und wollte meine Wäsche in diesem Raum aufhängen, da hörte ich Schritte und wollte gucken, was los war, aber die Tür wurde verschlossen, ich bekam Angst und fing an, um Hilfe zu schreien so laut ich konnte. Plötzlich kam ein weißes kleines Gespenst auf mich zu. Es schien so als mochte es keine glitzernde Gegenstände, ich hatte nämlich eine glitzernde Uhr um. Ich schreckte ein bisschen zurück und rieb mir die Augen, das Gespenst kam auf mich zu geflogen und fesselte mich, augenblicklich  verschwand es danach in dem nächsten Raum.

Die Suche

Der Mann, Frau Kümmelsaft, Tom, Hugo und Pia machten sich auf die Suche nach dem Gespenst. Frau  Kümmelsaft schaute in ihrem Gespensterbuch nach und  sie meinte, dass das Gespenst ein EGG sei, ein „ekelhaft grausames Gespenst“. Sie gingen in den Nebenraum aber dort war nichts zu sehen. Sie begaben sich in den gegenüberliegenden Raum und dort sahen sie ein kleines weißes Ding. Sie schlichen näher heran, aber dann war es weg.  Hugo schaute genau hin, dennoch es war nicht mehr zu sehen. Frau Kümmelsaft stellte klar, dass dies das Gespenst war, das den Mann gefesselt habe.

Gefunden

Sie gingen in den Flur, da war es wieder:
„Das EGG!“, flüsterte der Mann.
„Wie heißen sie eigentlich?“ fragte Tom. „Ich heiße Koch, und wie heißt du fragte dieser?“
„Ich heiße Tom,“ erwiderte der Junge. „Ich heiße Hedwig Kümmelsaft und die beiden Gespenster hier sind Hugo und Pia.“  
„Hey Leute, wir können doch den Hut von Herrn Koch nehmen, wenn er nichts dagegen hat,“ rief Tom aufgeregt.
Herr Koch stimmte zu und die Geisterverfolger fingen an, langsam auf das Gespenst  zuzugehen. Es klappte. Sie konnten das Gespenst mit dem Hut einfangen,  nahmen es mit in den ersten Raum im Gang und machten die Tür hinter sich zu.

Ende des Spuks

An sicherer Stelle ließen sie das Gespenst aus dem Hut.
Es versuchte aus dem Raum raus zu schweben, aber die Tür war verschlossen. Tom fragte, wie es denn zu der ganzen Sache gekommen sei und das EGG antwortete, das  es ihm sehr leid tue, den Menschen so einen Schrecken eingejagt zu haben, da es ja nur ein wenig in diesem Haus spuken wollte. Es entschuldigte sich für die zerspringenden Glühbirnen, den  dunklen Flur, die Schritte aus allen Ecken und es erklärte, jetzt ein gutes Gespenst werden zu wollen.

Während der ganzen Geschichte hatte Herr Koch nur Augen für Frau Kümmelsaft gehabt. Sie wollten heiraten - und so geschah es. In der nächsten Woche kamen alle in die städtische Kirche:  Die Baronin, Hugo, Pia, Tom, das UEG, das EGG, Herr und Frau Wurm. Das UEG saß am Klavier und spielte ein unheimlich schönes Hochzeitslied und so wurde aus Herrn Koch Herr Kümmelsaft.

2 Kommentare

Lilly am 4. November 2013

sehr schön, man kann sich richtig gruseln

Fabienne am 26. Oktober 2013

Sehr schön. Die Geschichte hat das gewisse ''etwas''. Ihr habt das wirklich gut gemacht!