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Recklessfan

Eine adelige Fußballpartie

Dies ist der erste Teil meiner Reihe: Mias Weltenreise-Bett. Mias Geschichten sind eher für Jüngere gedacht, aber ich hoffe sie gefallen euch trotzdem. Viel Spaß beim Lesen! LG Recklessfan

Völlig erschöpft kommt Mia am Nachmittag vom Fußballtraining nach Hause. Sie trinkt eine ganze Flasche Wasser aus und stapft in ihr Zimmer. Schnell schließt Mia die Tür hinter sich, damit sie nicht gestört werden kann und lässt sich erst mal auf ihr Bett fallen. 'Mann, war das heute anstrengend', denkt sie und überlegt, ob sie trotzdem ihren Ball aus der Bettschublade holen soll um noch ein bisschen allein zu kicken. Entscheidet sich aber doch dagegen und macht sich ihre Lieblings CD an. Sie legt sich ins Bett und hört ihre Musik. In der Zeit lässt sie nochmal den ganzen Tag an sich vorbei schweifen und manchmal fallen ihr dabei die Augen zu, doch sie zwingt sich dazu wach zu bleiben. Doch auf einmal hat sie das Gefühl, dass sich alles um sie dreht, schnell beißt Mia ihre Zähne zusammen und hält sich ganz fest an ihrem Bett fest. 'Jetzt', dachte sie, 'ist der richtige Moment, die Augen zu schließen'.

Sie hat das Gefühl, dass ihr Bett sich schon eine ganze Weile gedreht hatte und langsam landet es wieder auf dem Boden. Vorsichtig öffnet Mia ihre Augen und erschreckt. Ihr Bett steht nicht mehr an seinem Platz in ihrem Zimmer. Nein, es steht mitten in einem großem Garten eines riesigen Schlosses. 'Wo bin ich?', fragt sie sich und stellt sich auf ihr Bett, damit sie einen Überblick ihrer Umgebung hat. Als sie nochmal daran denkt, wie sie an diesen merkwürdigen Ort kam, denkt sie sofort an ihr Lieblingsbuch "Der Zauberer von Oz". In dem Buch reisen Dorothee und ihr Hund Toto mit dem Haus ihrer Tante und ihrem Onkel in eine andere Welt. 'Vielleicht passierte das mit mir auch,' denkt sie und stellt sich schon vor, wie sie dieses Land rettet. Zum Glück sah niemand, wie ihr Bett in dem Garten landete und Mia beschließt, sich im Garten ein bissschen um zu gucken.

Sie wandert ein bisschen zwischen den großen Hecken umher, bis sie an einen großen Brunnen kommt. Auf dem Brunnenrand sitzt ein Mädchen, mit blondem, langem Haar, auf dem eine goldene Krone sitzt,, und sie trägt ein langes rosarotes Kleid. So etwas würde ich nie tragen, denkt Mia. Die Prinzessin schluchzt leise in ihr rotes Taschentuch und Mia spricht die Prinzessin deshalb freundlich an:
"Was hast du?", fragt sie.
"Naja, mein Vater erlaubt mir nicht, mit den Kindern aus dem Dorf zu spielen, aber es gibt kein anderes auf dem Schloss. Und ich will ja nichts mit den Erwachsenen machen." Als sie zu Ende geredet hat, blickt sie auf und mustert Mia verwirrt.
"Was trägst du da denn und wie bist du hierher gekommen?", fragt sie Mia.
"Ähhh... also ich, ähhm..." Doch Mia weiß einfach nicht, was sie der Prinzessin erzählen soll, denn die Wahrheit würde sie ihr sowieso nicht glauben; aber es bleibt ihr keine andere Wahl. "Also, ich bin mit meinem Bett aus einer anderen Welt hergekommen." Die Prinzessin starrt sie  unglaubwürdig an, doch sie murmelt nur: "Ja klar. Mit dem Bett." Aber so, dass Mia sie noch versteht. Mia tut die Prinzessin leid, denn sie hat niemanden zum Spielen und das versteht sie zu gut. Da kommt ihr eine Idee! Sie hat in ihrer Bettschublade doch einen Fußball, sie kann also mit der Prinzessin Fußball spielen. "Warte hier", sagt sie zur Prinzessin und rennt schnell zu ihrem Bett zurück. In ihrer Schublade findet Mia auch ihre Polaroidkamera und sie schnappt sich Ball und Kamera und läuft zurück zum Brunnen.
"Was sollen wir damit?", fragt die Prinzessin, und Mia erklärt ihr, wie man Fußball spielt. Die Prinzessin findet, die Idee klasse und sie spielen ohne Unterbrechung, dafür macht es ihnen zu viel Spaß, bis die Sonne untergeht.

"Bleibst du noch?", fragt die Prinzessin. "Ich würde mit dir noch so viel Fußball spielen." Doch Mia muss wieder nach Hause, nicht dass sich ihre Eltern noch Sorgen machen. "Nein, tut mir leid, geht leider nicht." Aber da hat Mia noch eine Idee. Sie nimmt ihre Kamera und macht ein Foto von der Prinzessin und schenkt ihr den Ball. Sie verabschieden sich und Mia geht zurück zu ihrem Bett. Dort tut sie die Kamera wieder in die Bettschublade und legt sich wieder auf das Bett. Sie schließt die Augen und in dem Moment fängt es sich auch schon wieder an zu drehen. Nachdem es sich eine Weile drehte, landet es wieder in ihrem Zimmer. Sie hätte gedacht, dass ihre Eltern schon die ganze Zeit nach ihr rufen, aber als sie auf die Uhr guckt ist es genauso spät wie vor der Reise. Sie wundert sich kurz, aber ignoriert es dann auch. Mia holt sich aus dem Flur heimlich ein leeres Fotoalbum und klebt auf die erste Seite das Bild von der Prinzessin, denn ihr Gefühl sagt ihr, dass dies nicht ihre letzte Reise sein wird.   

Kommentar

Joanna am 4. März 2017

Schöne Geschichte, Ich mag dein Schreibstil!