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Aralc

Dunkle Liebe

Für alle die sich in der Liebe täuschen. Die verletzt sind. Aber auch für alle anderen, die gerne lesen.

Dunkelheit, Kälte. Die Nacht, die wie kalte Finger nach ihrem Körper greift. Immer und immer wieder fragt sie sich ob das ihr Traum, ihr Ziel ist. Vor ein paar Wochen wünschte sie sich nichts sehnlicher als hier zu sein, mit ihm. Sie hatte immer geglaubt er ist ihr Traumtyp, ihr Held. Doch es hatte sich so viel geändert. Zu viel. Jemand greift nach ihrer Hand. In der Dunkelheit konnte sie sein Gesicht ausmachen. Eine dunkelbraune Locke viel ihm ins Gesicht. Doch die Nacht verwandelt seine Haare ins tiefe schwarz. Selbst seine sonst so schön grünleuchtenden Augen sind ins dunkle getaucht. Sie schaut weg, kuschelt sich tiefer in ihren Schlafsack. Das Bild das sie mit seinem Gesicht verbindet kann sie einfach nicht vergessen. Sie waren kaum zwei Tage zusammen, da schickte ihre Freundin ihr ein Bild. Er, mit ihr. Sie kann dieses Mädchen einfach nicht ausstehen. Sie in seinem Arm. Ihre Arme um seinen Hals. Sie küsste ihn und er sie. Ihr fährt ein kalter Schauer über den Rücken. Immer und immer wieder hat sie dieses Bild auf ihrem Handy betrachtet. Und er, er hatte am nächsten Tag einfach so getan als wäre nichts. Sie löste ihre Hand aus seiner und nahm ihr Kuscheltier in den Arm.

Zögernd schält sie sich aus ihrem Schlafsack und verlässt das Zelt. Sie läuft vorbei an der Feuerstelle und lehnt sich an einen Baum, ohne sich umzudrehen. Er folgt ihr.„Was ist denn los, ist alles in Ordnung?“, fragt er. Alles in Ordnung? Nichts ist in Ordnung! Denkt sie verletzt. „Ich weiß von dir und ihr.“, sagt sie kühl. Verletzt läuft sie los. Doch er packt ihren Arm und sie bleibt stehen. Langsam dreht sie sich zu ihm um. Für einen kurzen Moment geben die Wolken den halben Mond frei. Sie betrachtet sein Gesicht. Ihr steigen Tränen in die Augen. Seine schönen Haare. Seine weichen Hände. Sein süßer Mund. Sein einfühlsamen Augen. „Es, es ist nichts. Hör zu, ich liebe dich! Nur DICH. Und niemanden sonst.“, sagt er. Sie hält es nicht mehr länger aus. Sie will weg. Irgendwo hin, vielleicht nach Hause. Die Wolken verdecken wieder den Mond. Verzweifelt dreht sie sich um. Die Tränen laufen ihr die Wangen herunter. Sie drückt ihr Kuscheltier fest an sich als sie mit fester Stimme sagt. „Das glaub ich dir nicht. Ich liebe dich nicht mehr. Es ist aus!“ Sie rennt los und lässt ihn in der Dunkelheit alleine zurück.

5 Kommentare

Fjalra am 6. Februar 2017

Es ist wundervoll geschrieben !

Celeste am 4. März 2015

Toll... schön geschrieben!´

Aralc am 29. Juli 2014

Danke L!NH es freut mich das es dir gefällt

L!NH am 28. Juli 2014

Richtig schön *-*

Aralc am 24. Juli 2014

Oh danke Insa als mir aufgefallen ist das es eine Geschichte mehr ist hab ich erst nicht geahnt das es meine Eigene ist. Danke fürs Reinstellen es hat mich voll gefreut!