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Katniss

Die wunderschöne Najade Anyra

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Im Deutschunterricht haben wir „Die Abenteuer des Odysseus“ als Lektüre gelesen. Als Hausaufgabe hatten wir auf, zwischen zwei Kapiteln ein selbstgeschriebenes einzufügen. Meine Deutschlehrerin und meine Klasse fanden meine Geschichte sehr gut, und meine Familie auch. Außerdem wollte ich schon lange eine meiner vielen - ich habe fast jede Woche neue Ideen, nur leider sind nicht alle so spannend - Geschichten veröffentlichen. Ich würde mich über Kritik freuen, dann kann ich ja noch etwas verbessern. Hoffentlich gefällt sie euch! Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!!!

Schon drei Tage lang trieb Odysseus mit seinem Boot auf dem Meer herum. Doch Poseidon erblickte ihn und wurde sehr, sehr zornig. Um ihn wieder zu beruhigen, tanzten seine schönsten Najaden für ihn. Auch die Najade Anyra war dabei. Als Poseidon ihnen beim tanzen zusah bekam er eine Idee: Er würde eine Najade zu Odysseus schicken, die ihm dann einen tödlichen Trank gab. Und so war es dann auch.

Am vierten Tage hörte Odysseus das herzzerreißende Weinen einer lieblichen Stimme, es kam von einer kleinen fruchtbaren Insel, die ungefähr eine Seemeile entfernt war. Schnell ruderte Odysseus hin, er dachte nicht daran, dass es eine List sein könnte.

Und da sah er sie: Auf dem Felsen saß eine wunderschöne junge Frau. Sie war noch schöner als Kirke und Kalypso. Ihre Haare waren wie gesponnenes Gold, die Augen meergrün und sie hatte milchkaffebraune Haut. Sie war in ein smaragdgrünes dünnes Kleid gehüllt, um ihren Arm hingen goldene Reifen und am Hals trug sie eine Kette aus kleinen Seesternchen. Odysseus war betört von ihrer Schönheit und konnte gar nicht mehr klar denken: Er hatte sich auf den ersten Blick in sie verliebt.

Doch nun weinte sie und an ihren langen Wimpern hingen Tränen. Anscheinend hatte sie ihn noch nicht bemerkt. Odysseus sprach sie an: “Warum weinst du, überirdisch schöne Frau?“

Mit ihren langen Fingern zeigte sie auf ihren rechten Fuß. Da sah er dass sie sich den Knöchel aufgeritzt hatte und es blutete sehr. Er fragte: “Wer bist du?“ Mit ihrer zarten glockenhellen wohlklingenden Stimme antwortete sie: “Ich bin die Tochter einer Nymphe und des Zeus.
Mein Name ist Anyra und schon seit gestern kann ich mich aufgrund meiner Wunde am Fuß nicht mehr bewegen. Möchtest du mir nicht helfen?“

Sofort willigte Odysseus ein und er pflückte Palmblätter, tat heilende Kräuter und Meerwasser hinein und legte sie auf Anyras Wunde. Dann erkundete er die Insel, denn er wollte jagen gehen damit sie etwas zu essen hatten und Anyra sich stärken konnte. Was Odysseus nicht wusste war, dass diese Insel Anyra gehörte und sich ganz in der Nähe ihr Haus befand.

Von der Jagd brachte er einen Truthahn mit und sie aßen zu Abend. Sie schliefen unter den Bäumen im freien. In der Nacht kam Poseidon zu Anyra. Er lobte sie: “Du machst es wirklich gut. Morgen muss Odysseus nur noch den tödlichen Trank trinken.“ Neben Anyra stellte er eine kleine grüne Flasche.

Poseidon konnte nicht wissen, dass die Göttin Athene, Odysseus Schutzgöttin, Eros, den Gott der Liebe, gebeten hatte auf Odysseus und Anyra einen seiner Liebespfeile zu schießen. Eigentlich war das gar nicht mehr nötig, schon seit der ersten Begegnung mochten sie sich. Athene wollte nur sicher gehen, denn Anyra war noch nicht so ganz überzeugt.

Doch Anyra mochte Poseidon, er war ja ihr Onkel, und er hatte ihr auch als Belohnung einen neuen Palast versprochen. Aber ihre Mutter, eine Nymphe mit Namen Ismene, hasste Poseidon. Denn er hatte aus Eifersucht ihre Schwester getötet, die einen von Poseidons Söhnen geheiratet hatte, denn Poseidon hatte Ismenes Schwester glühend geliebt. Deshalb erschien sie Anyra im Traum und sagte: “Anyra, töte diesen Mann nicht. Poseidon hasst ihn ohne Grund! Er hat ihm nichts getan.“ Dann war sie wieder verschwunden. Anyra nahm sich diesen Rat zu Herzen und schlief ein.

Am nächsten Morgen ging Odysseus schon vor den ersten Morgengrauen jagen. Er war erfolgreich, denn Anyra hatte ihren Dienern aufgetragen ihm einen prächtigen Hirsch zu schicken. Mit strahlenden Augen, vor Freude Anyra das leckere Mittagessen zu zeigen kam Odysseus zurück. Schon von weitem rief er Anyra zu: “Schau, wie schön dieser Hirsch ist.
Ich bereite ihn zu, damit du dich noch etwas ausruhen kannst!“

Jetzt bemerkte Anyra, dass Odysseus sie wirklich liebte und alles für sie tun würde. Nie würde sie ihn töten können! Egal was Poseidon sagt! Sie schluchzte und sprach zu Odysseus:
“Poseidon will dich töten! Es ist so schrecklich!“ Odysseus schloss sie in seine Arme: “Er will mich töten? Das habe ich schon lange bemerkt. Aber… dann war das alles nur ein Trick! Sag das dass nicht wahr ist!“ Jetzt weinte Anyra erbärmlich: “Ja. Ja es war ein Trick. Poseidon hat ihn sich ausgedacht. Diese Insel habe ich von meinem Vater Zeus bekommen. Hier habe ich einen schönen Palast mit vielen Dienerinnen. Du kannst hier bleiben, ich werde Poseidon versuchen zu besänftigen. Odysseus war beleidigt und zutiefst verletzt: “Warum sollte ich das tun, du hast mich angelogen und mir etwas vorgespielt!“ Anyra meinte mit fester Stimme: “Am Anfang habe ich dich noch nicht richtig gekannt und dich gehasst weil Poseidon mir erzählt hat du würdest ein gemeiner Mensch sein. Aber jetzt weiß ich etwas: Ich… Ich liebe dich.“

Odysseus verzieh ihr und er willigte ein, mit ihr im Palast zu leben: “Komm, lass uns zum Palast gehen!“ Anyra nickte, aber als sie gerade den Strand verlassen wollten, hielt sie Odysseus fest: “Warte! Ich muss noch etwas erledigen!“ Und mit aller Kraft schleuderte sie den Todestrank in den Himmel, denn trotz ihrer zierlichen Figur war Anyra sehr stark. Der Trank kam nie zurück, denn Athene hatte ihn aufgefangen und vernichtet.

Anyras Palast war wunderschön. Der Boden war aus Marmor und die Wände waren aus purem Gold. Der Palastgarten war ganz und gar von exotischen Tieren bevölkert. Zum Essen gab es die erlesensten Speisen und sie schliefen in riesengroßen Betten auf denen lauter Blumen lagen.
Der ganze Tag war immer von Freude und schönen Überraschungen bevölkert: Sie ritten auf Delfinen, erzählten sich Geschichten oder erkundeten die Insel. Ihnen wurde nie langweilig. Anyra hatte Poseidon etwas besänftigen können und so erlebten sie viele wundervolle Tage.

Doch Athene wusste, dass es nicht die richtige Entscheidung war. Penelope, Odysseus Frau wartete sehnsüchtig auf Odysseus. Und Odysseus vergaß über all die fröhlichen Tage dass er sich tief in seinem Herzen sehnte nach Hause zu kommen.

Durch Athene bemerkte Odysseus einen Drang, nach Hause zu kommen. So sagte er zu Anyra, mit Tränen in den Augen: “Ich muss nach Hause. Ich sehne mich nach meiner Frau Penelope und meinem Sohn Telemachos. Sie vermissen mich! Ich liebe dich wirklich sehr, aber ich kann einfach nicht hierbleiben!“

Das verstand Anyra und unter Tränen verabschiedeten sich die beiden. Nie würden sie sich vergessen. Odysseus versprach, sie mit Penelope besuchen zu kommen. Dann fielen sie sich ein letztes Mal in die Arme. Aber jetzt musste Odysseus aufbrechen und sie sahen sich noch solange nach, wie es ging. Und danach auch noch, denn in ihren Träumen und in ihrer Fantasie begegneten sie sich immer wieder. Sie hätten gut zusammengepasst!

2 Kommentare

Sarah 10 Jahre am 20. März 2017

Es ist so schöööööön!!!! Ich kann das einfach nicht!!!!!!!! Schreib einfach weiter!!!!

Christina am 19. Mai 2014

Hallo, ich finde deine Geschichte eigentlich sehr schön, aber öfters machen die Personen Gedankensprünge, die ich nicht so recht nachvollziehen konnte. Mit Adjektiven gehst du gut um, aber die Sätze wirken irgendwie noch ein wenig Sachlich, hohl, ohne Leben. "Der ganze Tag war immer von Freude und schönen Überraschungen bevölkert: Sie ritten auf Delfinen, erzählten sich Geschichten oder erkundeten die Insel. Ihnen wurde nie langweilig. Anyra hatte Poseidon etwas besänftigen können und so erlebten sie viele wundervolle Tage." Ich weiß nicht, wie ich es gut vermitteln kann. Sie klingen schon sehr nach einer Schulhausaufgabe. Auch der letzte Satz gefällt mir überhaupt nicht. Er klingt wirklich wie ein Schulprosatext. Trotzdem, ich hoffe, du kannst mit der Kritik etwas anfangen, arbeite weiter an dir ich bin sehr gespannt ob noch etwas folgt!