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Nora Vogel

Das Meer erfüllte mir einen Wunsch

In den Sommerferien sind ich und meine Familie nach Frankreich gefahren.
Wir hatten uns ein Ferienhaus in einem Küstenstädtchen gebucht. Der Ort war nicht weit von der spanischen Grenze entfernt. Wir kamen an, die Sonne schien und mir wurde langweilig. Da fragte ich, ob wir an den Strand gehen könnten. Auch meine Geschwister stimmten zu. Also sagten auch unsere Eltern nicht nein, alle holten ihre Badesachen und Papa erkundigte sich nach dem Weg zum Strand.
„Doof“ meinte ich, „ich verstehe ja gar nichts.“
„Irgendwann wirst du die Sprache lernen“, sagte Papa.

Am Meer angekommen, konnte ich nicht genug baden. Es war einfach toll, das Wasser war klar und angenehm kühl und erfrischend. Nach einiger Zeit, als wir genug gebadet hatten, beschlossen wir, alle gemeinsam Eis zu essen. An der Eisdiele gab es eine große Auswahl. Ich suchte mir Minze aus – es schmeckte einfach lecker!

Und so ging ein schöner Tag zu Ende. Am nächsten Tag hatten wir vor, nach Spanien zu fahren. In einem Restaurant in Spanien aßen wir zu Mittag. Danach sah ich vor einem Laden ein Brett, zum Liegen, fürs Wasser. Und das Beste daran: da war ein Tiger drauf. Weil Tiger meine Lieblingstiere sind, fragte ich sofort, ob Mama oder Papa mir das Brett kaufen möchten, denn ich hatte mein Geld nicht dabei. Doch leider lehnten beide ab.

Traurig fuhren wir anschließend an einen Strand, immer noch in Spanien.
Wie immer hatten wir unsere Flossen und Schnorchel mit Taucherbrille mitgenommen. Papa baute mit meinem Bruder die Strandmuschel auf und ich ging mit meiner Taucherausrüstung ins Wasser. Ich war nämlich auf der Suche nach Glitzermuscheln und nach denen musste man tief tauchen. Ich suchte und suchte, aber eine Glitzermuschel fand ich nicht. Enttäuscht schnorchelte ich ein wenig im flachen Wasser, weil es dort so warm war. Da glitzerte etwas. Gleich griff ich danach, denn ich dachte noch an die Glitzermuscheln. Als ich es in der Hand hielt, merkte ich: es war keine Muschel, sondern eine Münze! Ich konnte kaum meinen Augen trauen: was ich sah, war Geld! Echte, gültige Euromünzen. Ich konnte es nicht fassen, echtes Geld im Meer, das ist doch fast unmöglich, und dazu im 30 cm tiefen Wasser! Ich grub gleich weiter und fand noch mehr: Insgesamt holte ich acht Euro und siebzig Cent aus dem Meer. Kaum konnte ich mein Glück fassen und zeigte das Geld meiner Mama. Auch sie war begeistert. Nach einem langen Badetag machten wir uns wieder auf dem Weg zurück zu unserem Ort in Frankreich. Da fiel mir plötzlich wieder das Tigerbrett ein. Gerade noch rechtzeitig sagte ich es Papa und der hielt an, denn wir waren gerade an dem Laden vorbeigefahren. Ich stieg schnell aus und holte das Geld, das ich im Meer gefunden hatte. Wir gingen in den Laden und kauften das Brett, das nur wenig mehr kostete, als ich gefunden hatte. Das war eine große Freude für mich.

Am Abend, als wir wieder in Frankreich waren, aßen wir alle gemeinsam „Crema Catalana“, eine Art Pudding mit gebranntem Zucker darauf. „Das war ein toller Tag und eigentlich ist es auch gar nicht langweilig oder doof in Frankreich“ sagte ich erfreut. Wir blieben noch eine Woche dort und ich würde allen auch eine Reise nach Frankreich empfehlen.

 

4 Kommentare

Bloom am 31. Januar 2017

Das hast du echt toll geschrieben!! Du hast ein tolles Talent danke

Blum am 31. Januar 2017

Das hast du echt toll geschrieben! Du hast es drauf danke

MUT am 30. Januar 2017

DU KANNST SEHR GUT SCHREIBEN

Waldelfe am 11. Januar 2017

Die Geschichte ist echt süß! Gut geschrieben!