X

Franziska

Bestie der Schatten

Kapitel 1

Wie ein großes Tier lag die Burg in dem ewigen Regen. Sie hatte eine düstere Ausstrahlung und es sah so aus als würde sich der Regen um sie herum grau färben. Die Burg war auf der einzigen Erhebung gebaut worden die es in der flachen Ebene gab, so dass sich kein Feind unbemerkt an sie heran schleichen konnte.
Der alte Mann jedoch der sich durch den Sturm auf die Burg zu kämpfte kannte den einzigen toten Winkel der Burg und dieses Wissen hatte ihm mehr als oft beinahe das Leben gekostet. Graues Haar fiel ihm in die Stirn und sein Mantel war so nass das er keine Wärme mehr geben konnte. Er hatte viel von der Welt gesehen seit er das letzte mal hier gewesen war. Zuviel dachte er manchmal und er wusste das er keine Chance hatte lebend aus der Burg heraus zu kommen. Aber wenn er nicht gehen würde dann würde er damit das Schicksal Aller zum Tode bestimmen. Denn das was darin wuchs durfte auf keinen Fall vollkommen erstarken. Er musste sein Wissen weiter geben bevor er starb, er musste es an jemanden weiter geben der klug genug war es im richtigen Augenblick zu nutzen. Ihm war nur eine Person eingefallen die diesen Anforderungen entsprach und diese Person lebte nun mal auf der Burg.

Der alte Mann begann die Schritte zu zählen. Wenn er auch nur einen Zentimeter aus der unsichtbaren Route wie er sie nannte wich würden ihn die Scharfschützen des schwarzen Throns aufspießen bevor er auch nur seinen Namen nennen konnte. Endlich hatte er die dunklen Mauern der Burg erreicht. Hoch ragten sie in den Himmel als wollten sie ihm das Gesicht mit ihrer Bosheit trüben. Er erinnerte sich noch genau an das was der Baumeister damals gesagt hatte: “Baue die Türme hoch damit wir Gott ins Gesicht spucken können.“ Und dann hatte er gelacht. Ja damals als er noch Architekt gewesen war damals hatte er noch nicht gewusst welchen Schaden sein Bauwerk anrichten würde. Das er mit verantwortlich für den Tod tausender von Menschen seien würde. Denn er war der Architekt der Burg gewesen.
Er hatte all die wunderbaren Fallen gemacht die so viele Menschen in den Tod gerissen hatten. Er war es gewesen der endschieden hatte das für die Mauern der Burg etwas Solideres als Stein her musste und er hatte den Alchemisten aufgetrieben der das Material erschaffen hatte der die Burg zu einem unzerstörbaren Gebilde an Bosheit machte. Es war ein Glück das ihm während des Baus Zweifel gekommen waren und so hatte er ein Paar vertrauenswürdige Männer beiseite genommen und sie dazu überredet ein Paar Geheimgänge einzubauen die nicht im Bauplan verzeichnet waren. Trotzdem entschuldigte das nicht was er getan hatte. “Schluss jetzt“, dachte er, ich habe mir schon oft genug Vorwürfe gemacht!“, Seine Finger fuhren an den kühlen Mauern entlang er konnte die Dunkelheit die von ihnen ausging wie Asche auf der Zunge schmecken.

Seine Fingerkuppen stießen plötzlich gegen einen Vorsprung in der sonst so glatten Mauer. Er drückte ganz leicht dagegen, unter dem sanften Druck seiner Hände begann die Mauer langsam in den Boden zu sinken. Eine Öffnung gerade groß genug um hindurch zu kriechen tat sich auf, hastig zwängte er sich hindurch. Jetzt befand er sich in einem niedrigen Gang in dem er nur gebückt gehen konnte. Es war stockfinster und mehr als einmal stolperte er über seine eigenen Füße. Endlich konnte er einen Licht Schimmer am Ende des Ganges ausmachen die Tür des Geheimgangs war durch ein Bild getarnt das den Kopf einer schönen Frau zeigte. Durch die Augen der Frau konnte man ins Innere eines breiten Ganges sehen an dessen Wänden noch zahlreiche andere Bilder hingen Alle zeigten irgendwelche Menschen die der Herr des schwarze Throns  irgendwann einmal hingerichtet hatte. Der Mann zog einen Riegel zurück und das Bild klappte nach außen auf und der Mann kletterte hinaus. Schnell schloss er das Bild wieder. Mit zügigen Schritten durchquerte er den Gang. Am Ende des Flurs machte er eine Biegung nach rechts und direkt hinter dieser Biegung gab es eine aus Eichenholz geschnitzte Tür. In die Tür waren wunderschöne Bilder von Drachen und Elfen eigeritzt. Er klopfte an.
“Herein“, kam es von Drinnen. Vorsichtig öffnete er die Tür.

Der Raum den er betrat war nicht all zu groß aber höchst komfortabel eingerichtet. Es gab ein großes Himmelbett einen riesigen Kleiderschrank und einen Schreibtisch mit edel geschwungenen Beinen. An diesem Schreibtisch saß ein Mädchen im Alter von 15 Jahren. Ihr Haar war von einem hellen braun und zu einem eleganten Zopf geflochten.
“Du bist groß geworden“, lächelte er. Das Mädchen fuhr herum einen Ausdruck vollkommenen Staunens auf dem Gesicht. Dann stieß sie einen Freudenschrei, “L“, rief sie und fiel ihm um den Hals. Er musste lachen, wurde aber gleich wieder Ernst. “Nicht so laut“, flüsterte er, ich bin immer noch  nicht allzu beliebt“. Er lächelte doch es war ein trauriges Lächeln.
“Warum bist du hier“, fragte sie.
“Silena“, sagte er und sah ihr  dabei tief in die Meergrünen Augen. “Es war für mich enorm schwierig die vergangenen Jahre zu überleben und jetzt bin ich alt und würde ohnehin bald sterben. Also muss ich das was ich in all den Jahren meines Lebens erfahren habe an jemanden weiter geben der damit richtig umgehen  kann. Meine Wahl ist auf dich gefallen.“  
“A.. auf  mich?“ Ungläubig starrte sie ihn aus ihrem hübschen Gesicht an. “Ja auf dich… du kannst am besten mit gefährlichem Wissen umgehen und vor allem kannst du den Mund halten.“

Er konnte förmlich sehen wie die Gedanken hinter der Stirn des Mädchens arbeiteten. Soll ich? soll ich nicht? Und wenn ich das Wissen annehme ... was für Folgen würde das haben?
Schließlich war ihr Vater der Fürst der Finsternis der schwarze Teufel oder die dunkle Bestie. Der übelste aller Bösewichte nach dem was  hier in den tiefsten Kerkern heranwuchs.
“Silena“, flüsterte er als er nach einiger Zeit noch immer keine Antwort bekommen hatte. Er nahm ihre zart braunen Hände zwischen seine, sie waren glatt “Wenn du es nicht tust, dann hast du das Schicksal der Welt besiegelt“. Sie wand sich ab, dann holte sie tief Luft und murmelte: “Gut was weist du?“ L lächelte.
“Gut“, sagte er “fangen wir mit etwas an das du wahrscheinlich schon weist. Also in den Eingeweiden dieser Burg wächst etwas heran das böser ist als dein Vater.“
Selina starrte ihn an “B..böser als mein Vater? So etwas gibt es nicht! Du weist das es keinen Sinn mehr hat mich zu trösten seit ich zwei war tut es das nicht mehr. Für mich ist er nicht mein Vater er hat meine Mutter umgebracht nur weil sie ihm keinen Sohn geboren hat und mich hätte er auch getötet wäre ich nicht schön gewesen und ehrlich gesagt das wäre mir lieber gewesen als in dieser grässlichen Burg fest zu sitzen in der man vor Bosheit und Finsternis kaum atmen kann!“ L ließ diesen Wutausbruch ohne mit der Wimper zu zucken über sich ergehen, nur am Ende sah er sich gezwungen Silena auf die Lautstärke ihrer Worte hinzuweisen.
“Silena“ fuhr er fort “dieser jemand von dem ich rede er hat die Welt schon einmal bedroht und damals hat es das Leben tausender gekostet.“

Silenas Augen weiteten sich vor ungläubigem Entsetzen. “Aber“, stammelte sie, er… er wurde besiegt er ist tot." “Nein“, sagte L “er ist unsterblich und du darfst ihn nie für tot halten er hat nur geschlafen. Ich war Architekt dieser Burg mir ist aufgefallen das einer der Kerker besonders groß werden sollte. Ich habe genauer nachgeforscht und herausgefunden dass ein Wesen heran geschafft wird und ich hörte die Angst aus den Stimmen derer die ich befragte und dann wurde mir klar was da auf dem Weg war. Der König der Finsternis, der Herrscher der Dunkelheit und der Beschwörer des Todes. Vor langer Zeit bezwungen und langsam wieder erstarkt. Es war oder vielmehr es ist Zorro König des Bösen. Und nun ist er hier und kurz davor erneut aufzusteigen. Das musst du unbedingt verhindern, du musst“. “Aber warum ich?“, viel Silena ihm ins Wort “du weist viel mehr als ich du kannst es viel besser“ Ihre Stimme verebbte.

“Ich bin alt Silena sehr alt“, sagte L “und schwach so schwach du musst Jemanden finden er ist ein  Werwolf und heißt Luke. Er wird dich zu einer Quelle führen der Quelle der ewigen Jugend ihr müsst das Wasser aus der Quelle mitnehmen aber ihr dürft es nicht trinken. Ihr müsst etwas von Zorros Körper bekommen Haare, Nägel, Blut das ist egal. Den Gegenstand von seinem Körper müsst ihr in das Wasser tun zusammen mit etwas von euch dann kommt der schwierigste Teil Zorro muss das Wasser aus freien Stücken trinken. Es wird ihn soweit schwächen das er wieder einschläft hast du das verstanden?“ Silena nickte verwirrt.
“Gut dann gehe ich jetzt.“ “Nein“, Silena packte ihn am Arm “du kannst da nicht raus sie werden dich schnappen!“ “Vielleicht“, sagte L “aber was solls ich würde ohnehin bald sterben. Egal was du hörst, geh nicht hinaus!“
“Aber“, setzte Silena an “Keine Widerrede“, Viel L ihr ins Wort dabei trat ein seltsames funkeln in seine Augen so dass Silena es nicht wagte zu widersprechen. Dann stürmte er aus dem Raum. Er hatte schon fast das Bild mit der schönen Frau erreicht da hörte er Schritte. Laute und schwere Schritte. Die Schritte von Soldaten! Der Schreck lähmte ihm die Glieder und da bogen sie auch schon um die Ecke es waren zehn große und bis an die Zähne bewaffnete Soldaten. Ihre schwarzen Rüstungen glänzten im Licht der Fackeln ihre Schwerter funkelten bedrohlich.
Einer hob seinen Wurfspeer zielte kurz und warf. Der Speer versank bis zum Schaft in Ls Brust. Er war tot ehe er auf dem Boden aufschlug.

Kapitel 2

Silena lag auf ihrem Bett und starrte zur Decke. Ihr Magen verkrampfte sich bei jedem Atemzug, vor ihren Augen hingen Schleier von heißen Tränen. Bei jedem noch so kleinen Geräusch zuckte sie zusammen, immer darauf gefasst einen Schrei zu hören, einen dumpfen Aufprall und dann die eisernen Schritte von Soldaten, die auf dem Weg zu ihrem Herrn waren, in der Hoffnung eine große Belohnung dafür zu bekommen, dass sie einen Eindringling  geschnappt hatten. Denn man musste L einfach schnappen. Sie hatte keine Ahnung wie er in die Burg hinein gekommen war, aber hinaus würde er dank seiner eigenen Fallen auf gar keinen Fall kommen. Außerdem kam hier alle zwei Minuten ein Trupp Soldaten vorbei, die den Auftrag hatten jeden Fremden zu töten. Für jeden Toten bekamen jeder hundert Goldstücke. Keine schlechte Summe, wenn man bedachte, dass nur einer von ihnen töten musste. Und L war ausgerechnet in dem Moment gegangen, in dem die Wachen um die Ecke der Gemäldegalerie gebogen sein mussten. Bei dem Gedanken, wie sie ihn töten würden, wurde ihr schlecht.

Sie und L kannten sich schon so lange. Seit ihrer Geburt eigentlich und jetzt würde er gleich tot sein. Dann hörte sie es. Der Schrei blieb aus. Aber der Aufprall war so dumpf, dass ihr noch schlechter wurde, als sie gedacht hatte. Hastig stürzte sie zur Tür und lugte durchs Schlüsselloch. Wenige Sekunden später liefen die Soldaten an ihr vorbei. Sie lachten ihr hämisches dunkles Lachen, dass einem das Herz gefror. Einen trugen sie sogar auf den Schultern, wahrscheinlich der Mörder. An seinem Speer klebte noch Blut. Der letzte Soldat hatte Mühe nach zu kommen, denn er schleifte etwas hinter sich her. Silena versuchte weg zu sehen doch sie konnte nicht. Ls Körper hing lasch über dem Boden, ein riesiger Blutfleck besudelte sein Hemd. Seine Augen waren weit aufgerissen und starrten zur Decke. Silena keuchte, als sein Kopf zur Seite kippte und er sie mit toten Augen anstarrte. Langsam glitt sie an der Tür hinab. Vor ihren Augen verschwamm alles hinter heißen Tränen. Tränen der Trauer und Tränen der Wut vermischten sich auf ihrem Gesicht. Wut über ihren Vater und seine dreimal verfluchten Soldaten, Wut über L, dass er so unvorsichtig gewesen war und Wut über sich selbst, dass sie ihn nicht aufgehalten hatte. Ein Schmerz begann in ihrem Kopf zu pochen, er füllte alles aus, wie weiß glühende Flammen. Er schien ihren Kopf leer zu fegen, als würde er ihn verbrennen und dann nichts mehr. Der Schmerz wurde von kühler, alles verschlingender Dunkelheit abgelöst, purer samtener Dunkelheit.

Als Silena aufwachte saß sie immer noch zusammengesunken vor ihrer Tür. Draußen schien die Sonne, doch ihr Licht fiel nicht hinein. Die Bosheit der Burg verschluckte es. Ihr Gesicht fühlte sich verquollen an, vorsichtig betastete sie es. Es wirkte wirklich etwas dicker. Langsam richtete sie sich auf. Was war gestern passiert? Sie wusste es nicht mehr, nur noch, dass es schmerzhaft war. Müde tapste sie zu einer kleinen Tür, die genauso aussah wie die andere Tür, die zum Flur hin ging. Das Bad, das sich hinter der Tür verbarg, war genau wie das Schlafzimmer klein, aber komfortabel. Es gab einen großen steinernen Waschzuber und einen weißen Schrank, dessen Wände aus Elfenbein waren. In dem großen Spiegel, der über dem Waschzuber hing, sah sie ihr rot geweintes Gesicht. Es war, als würde mit diesem Anblick alles zurückkommen, der Schmerz, die Trauer, die Wut, einfach alles. Zuletzt kehrte das zurück, was L ihr gesagt hatte, es war verschwommen und neblig. Irgendetwas von einer Quelle. Der Quelle der ewigen Jugend, einem alten Feind und jemanden Namens Luke. Immer, wenn sie versuchte sich genauer zu konzentrieren, bekam sie fürchterliche Kopfschmerzen.

Silena  stöhnte gequält und unternahm keinen weiteren Versuch sich zu erinnern. Sie spritzte sich etwas kühles Wasser ins Gesicht, um einen klareren Kopf zu bekommen. Dann ging sie wieder in ihr Zimmer und kniete sich auf ihr Bett. Über ihrem Bett hing ein Brett auf dem sich kostbar aussehende Bücher quetschten. Zart strich sie mit den Fingern über die gewölbten Rücken, bis sie zu einem Buch mit silbernem Einband kam. Silena zog es heraus und schlug es auf. Sie blätterte eine Weile darin herum, bis sie auf eine Seite stieß, deren Titel lautete: Die Quelle der ewigen Jugend, alles was wir darüber zu wissen glauben.  Darauf stand:      
                           
Die Quelle der ewigen Jugend ist der Ursprung und das Ende aller. Sie ist das Herz der Welt. Entstanden aus dem Blut des Wolfes Tibur und der Frau Annakyla. Annakyla und Tibur liebten sich und so kam es dazu, dass Annakyla ein Kind gebar. Das Kind war ein Monster, es tötete seine Eltern und trank ihr Blut. Es war der erste Vampir. Doch er konnte nicht verhindern, dass etwas Blut seiner Eltern zusammen floss. Es enstand die Quelle der ewigen Jugend. Erschrocken floh der Vampir, verfolgt von der wütenden Sippe Tiburs. Ein junger Wolf blieb an der Quelle zurück. Er konnte dem Wasser nicht wiederstehen. So trank er von der Quelle und verwandelte sich in einen Werwolf. Die Quelle macht aus gutem Böses und aus Bösem Gutes. Die Werwölfe kennen den Weg zur Quelle und hin und wieder kommt es vor, dass sie einen jungen Wolf entführen und ihn zu ihrem Gleichen machen.

Silena schloss die Augen. Sie musste zur Quelle. Nur die Werwölfe wussten, wo die Quelle lag. Also musste sie erst die Werwölfe finden. Sie hatte schon mal etwas über Werwölfe gelesen. Es waren bösartige Menschen fressende Bestien. Halb Wolf halb Mensch. Als Wolf kamen sie nachts in die Dörfer um zu jagen. Als Mensch versteckten sie sich Tags über in den Wäldern. Es dürfte nicht schwer sein, ein Rudel zu finden. Ihr Vater hatte ein paar Werwölfe in seinem Dienst. Wenn die an ihrer Tür vorbeikamen, schnappte sie hin und wieder Gesprächsfetzen auf, aus denen sie schließen konnte, dass Werwölfe immer noch eine weit verbreitete Plage waren. Nur wie konnte sie aus der Burg heraus kommen?  
Das Geräusch von Schritten ließ sie zusammenschrecken, es klopfte. Die ängstliche Stimme eines Dienstmädchens drang durch die Tür: „Herrin? Herrin der Fürst möchte Euch sprechen.“ Die Worte hallten in ihrem Kopf wieder. Der Fürst möchte euch sprechen. Was sollte das bedeuten? Für gewöhnlich verließ sie nie ihr Zimmer, nicht einmal zum Essen. Man konnte draußen einfach nicht atmen, so viel Bosheit waberte wie Gift durch die Gänge und Säle. Normalerweise war es ihrem Vater auch egal, was sie machte, und jetzt wollte er auf einmal mit ihr reden. Konnte das eine Zufall sein? Wo L doch gestern gestorben war.

Ein furchtbarer Gedanke schoss ihr durch den Kopf. Was, wenn Jemand gesehen hatte wie L aus ihrem Zimmer gekommen war? Dann konnte sie auf gar keinen Fall in den Thronsaal gehen!
Aber hatte sie eigentlich eine Wahl? Aus dem Fenster konnte sie nicht klettern, dafür war die Mauer zu glatt, durch das große Tor der Burg kam sie nur mit einer Erlaubnis des Fürsten und andere Wege aus der Burg gab es nicht. Aber, wie war L dann zu ihr gekommen? Die Schützen, die auf den Mauern der Burg wie schwarze Krähen hockten, erschossen Jeden, der nicht angemeldet war. Es musste einen Geheimgang geben. Doch wo war der? L war in der Gemäldegalerie erschlagen worden, außerdem konnte der Geheimgang nicht allzu weit entfernt sein, sonst hätte er es nicht bis zu ihr geschafft. In der Gemäldegalerie gab es ein Bild ihrer Mutter, vor dem sie als kleines Kind immer gekniet hatte. Dabei war ihr aufgefallen, dass dieses Bild etwas weiter vorstand, als die anderen. Sie dachte, es sei ein Baufehler, eine Unebenheit in der  Wand oder Ähnliches. Doch jetzt schien es irgendwie verdächtig, dass L in Richtung Gemäldegalerie gelaufen war. Wenn sie überhaupt eine Chance hatte, dann diese.

Rasch öffnete sie die Tür und trat auf den Flur hinaus. Die Luft hier war stickig und stank nach den Ausdünstungen ihres Vaters. Schnell trat sie ein paar Schritte vor in die Richtung der Galerie, doch plötzlich fühlte sie etwas Kaltes auf ihrer bloßen Haut, ein eiserner Handschuh, der ihr die Haut verbrannte. „Hier geht es nicht zum Thronsaal Mädchen“, schnarrte eine kalte Stimme von ihrer rechten her. „Das bestätigt was der Herr befürchtet“, klang eine weitere kalte Stimme von ihrer linken „Komm Mädchen, wir zeigen dir den Weg.“ Zwei Soldaten hatten neben ihrer Tür gelauert und hielten sie jetzt fest sodass sie sich nicht rühren konnte. Die Beiden nahmen Silena in die Mitte und führten sie durch die Gänge der Burg. Ihre Angst brannte wie Feuer auf ihrer Haut, noch schlimmer als die kalten Hände der Soldaten.
Das Atmen fiel ihr schwerer, als sie es je für möglich gehalten hätte. Dunkle Flure, graue Hallen und schwarze Vorhänge. Alles sah gleich aus. Als Silena das letzte Mal außerhalb ihres Zimmers gewesen war, hatten überall an den Wänden grässliche Waffen gehangen. Seit aber ein Gefangener zwei Soldaten mit einem Schwert, das an der Wand gehangen hatte, erschlagen hatte gab es sie nur noch in einem einzigen Gang. Gestorben war der Gefangene trotzdem, man hatte ihm die Haut abziehen lassen und zu einem Bettlaken für den Fürsten gemacht, hatte ihr eine Magd erzählt.

Als der Thronsaal in Sicht kam, begannen ihre Beine zu schlottern. Sie biss die Zähne zusammen, damit die Soldaten es nicht merkten. Der Eingang des Thronsaals war ein beindruckendes Gebilde. Aus schwarzem Marmor rankten sich grausame Todesszenen um einen Hauptstrang aus bleichen Knochen. Durch den gewaltigen Bogen hatte man freie Sicht auf den Thron. Der Thron bestand aus schlichtem Stein, war jedoch mit echter Menschenhaut bezogen. Ihr Vater saß auf dem Thron mit dem Blick eines Irren und sie fragte sich nicht zum ersten Mal, wie die Soldaten ihm vertrauen konnten. Seine Gesichtsfarbe wirkte seltsam ausgewaschen, er war spindeldürr und das Haar fiel ihm wie graue Spinnenweben über die Schultern bis zur Hüfte. Dort hing ein Dolch aus mordrischm Eisen. Das einzige Eisen, das selbst die Toten noch einmal töten konnte. Ein Sprecher trat vor, ein dicklicher Mann mittleren Alters mit schütterem Haar und einem undefinierbarem Gesichtsausdruck. „Der Fürst“, begann er mit einer Stimme wie verblichenes Papier „erhebt Anklage gegen seine Tochter Silena wegen Hochverrats, Verbrüderung mit Feinden und Handeln gegen seine Lordschaft.“ Der Sprecher trat zurück und ein anderer Sprecher trat vor, eben so unscheinbar wie der erste: „Das Urteil und die Anklage dulden keinen Widerspruch, da die Strafe schon  aufgrund der Abstammung der Angeklagten gemildert wurde.“
Ein dritter Sprecher trat vor: „Das Urteil lautet wie folgt: Silena wird auf der Stelle im Hof durch einen Stoß ins Herz getötet.“ Der Sprecher trat zurück und der Fürst nickte den Soldaten,
die Silena fest hielten, zu. Diese packten fester zu und führten sie aus dem Saal.

Zu ihrer Überraschung war Silena nicht schockiert oder wütend, dass ihr eigener Vater sie töten wollte. Viel mehr ärgerte sie, dass sie ihrem Vater nicht einmal wichtig genug gewesen war, ein einziges Wort zu sagen. Sie war für ihn nicht wichtiger als ein gemeiner Straßenräuber, nicht wichtiger als ein Bandit, den man wegen Diebstahls hängte. Ein Zorn stieg in ihr auf, ein unbeschreiblicher atemberaubender Zorn. Er verbrannte Angst und Schrecken. Er sog sie aus ihrer Umgebung, er versetzte Silena in einen blutigen Rausch. Rache. Nur ein Wort, das in ihrem Kopf herum spuckte und alle Zweifel ertränkte. Rache. Sie entriss ihren Arm dem Griff des Soldaten mit einer Wucht, die ihn gegen die Wand schleuderte. Überrascht ließ auch der Andere los. Silena hatte freie Bahn, sie schoss den Korridor entlang, bog scharf um zwei Ecken und lief dann wieder gerade aus. Sie fühlte, wie ihre Wut ihr Kraft gab, wie sie sie regelrecht fliegen ließ.

Hinter ihr ertönten Schritte. Die Soldaten hatten die Verfolgung aufgenommen. Sie bog noch einmal ab und  befand sich plötzlich in einem Gang voller blitzender Waffen. Natürlich der Waffenkorridor im 7.Stock. Das bedeutete, wenn sie jetzt abbog, würde sie auf eine Treppe stoßen, die in einen Hof führte, der zum Tor hinlief. Sie wollte schon los laufen, da überlegte sie es sich anders. Wenn sie schon mal hier war, warum nicht eine Waffe mitnehmen? Das würde ihre Überlebenschancen um Einiges steigern. Die Schritte hinter ihr wurden lauter, es musste schnell gehen! Hastig Schnappte sie sich ein Silbermesser von der Wand. Die Waffe schmiegte sich angenehm in ihre Hand und ein Gefühl von Stärke durchströmte sie. Doch sie konnte diesen Moment nicht auskosten, denn ihre Füße begannen schon wieder zu laufen.

Da, die Treppe, sie schlängelte sich lange 18 Meter in die Tiefe. Wenn sie den Soldaten keine Chance geben wollte, musste sie springen oder.... „nicht nachdenken“ murmelte sie zu sich selbst. Dann schwang sie ihr Bein über das Geländer und schoss 18 tödliche Meter in rasantem Tempo auf die Erde zu. Zitternd kam Silena unten auf die Beine. Der Aufprall hatte ihr für ein paar Sekunden den Atem geraubt. Ihre Beine konnten sie kaum bis zu den Ställen tragen, in denen der Fürst seine besten Pferde aufbewahrte. Ihr Plan basierte auf einer einzigen verzweifelten, dämlichen Hoffnung, nämlich, dass das Wunderpferd ihres Vaters, Phantasian hieß es, noch besser war als man sagte. Was so gut wie unmöglich war. Denn es hieß, Phantasian sei schneller als ein Gedanke, könne fliegen und sich unsichtbar machen. Vielleicht machte Panik ja verrückt.

Phantasian stand in der größten Box. Er war wunderschön mit seiner langen, üppigen, gelockten Mähne und dem seidig glänzenden schwarzen Fell. Silena war wirklich kein Pferdenarr, doch über diese Rasse wusste sie so einiges. Es war kein Wunder, dass über Phantasian solche Gerüchte kursierten. Er wahrscheinlich der Letzte seiner Art und der einzige, der je in Gefangenschaft gelebt hatte. Es war abscheulich ein Pferd wie ihn gefangen zu halten. Phantasian war ein Wildpferd, eines der Pferde, deren Vorfahren einst vom heiligen Wasser der Sonnengöttin getrunken hatten und so die Gabe des Sprechens und der Übernatürlichkeit erlangt hatten. Vor Andacht wäre Silena fast auf die Knie gefallen, aber das Poltern der Soldaten brachte sie schnell in die Gegenwart zurück. Ungelenk versuchte sie auf den Rücken des Pferdes zu klettern, doch es wollte einfach nicht funktionieren. Die Schritte der Soldaten klangen jetzt bedrohlich nah, sie startete einen neuerlichen Versuch, noch hilfloser als zuvor, kein Erfolg. Jemand räusperte sich hinter ihr. Vor Schreck wäre sie fast umgefallen.

„Bist du jetzt mein neuer Boss?“ fragte Phantasian in geradezu gelangweilten Tonfall
„Ähm… also“, begann Silena zu stottern, klar sie wusste, dass Tiere seiner Art sprechen konnten, aber so ganz war sie nicht darauf vorbereitet gewesen. Schließlich fiel ihr nichts Intelligenteres ein als zu fragen: „Boss?“ „So nennen wir unsere Anführer“, war die Antwort. „Ich  bin Silena“, begann sie, die Soldaten kamen näher, „und ich brauche deine Hilfe, bitte ich muss aus dem Schloss fliehen, sonst bin ich so gut wie tot.“ Phantasian sah sie einen Moment lang nachdenklich an. Dann ging er langsam in die Knie, so dass man problemlos aufsteigen konnte.  Hastig schwang sie ihr Bein über seinen Rücken, vielleicht etwas zu hastig, denn kaum dass sie saß preschte Phantasian in vollem Galopp über den Burghof. Das Tor kam immer näher, das geschlossene Tor. Daran hatte sie gar nicht gedacht. Was jetzt?
Das Tor war jetzt direkt vor ihnen, doch Phantasian machte keine Anstalten anzuhalten, er flog einfach weiter auf das geschlossene Tor zu. „Was hatte er vor?“, dachte Silena „ Wollte er etwa, dass sie geradewegs in ein Tor aus massivem Stein knallten?“ Als könnte er Gedankenlesen antwortete er: „Es ist nicht massiv “.

Diese Neuigkeit hätte sie beinahe vom Pferderücken geworfen, das Tor nicht massiv? Das ging doch gar nicht!!! Aber bevor sie diese Antwort anzweifeln konnte bäumte Phantasian sich auf und trat mit den Vorderhufen zweimal feste gegen die scheinbar undurchdringliche Torwand aus Stein.  Zuerst dachte Silena es hätte nicht geklappt. Die Geschichte von der porösen Mauer sei nur der Wunschtraum eines verzweifelten Pferdes. Drei quälende Sekunden lang geschah nichts, dann bröckelte ein Teil des Tors ab. Ihm folgte eine wahre Sintflut von Steinchen Geröll. Die Lawine ergoss sich von oben hinab in den Burghof und begrub die beiden Soldaten, die gerade am Ende der Treppe angekommen waren, unter sich. Phantasian aber flog mit einem eleganten Sprung über das Geröll und preschte über das flache Land auf den Wald am Horizont zu. Silena klammerte sich an die Mähne des Pferdes und schloss die Augen. Ihr Plan war dämlich gewesen. Aber er hatte funktioniert. In weiter Ferne hörte sie das sirren der Pfeile. Doch die Wachen schossen vergeblich. Phantasian und sie hatten bereits den Wald erreicht. Innerhalb weniger Sekunden hatten sie mehrere Kilometer zurückgelegt. Frische Luft strömte durch Silenas Lungen, es war ihr, als würde sie zum ersten Mal seit langer Zeit richtig Atmen. Phantasian trottete jetzt nur noch langsam dahin. Auch Silena war müde und erschöpft. Aber zum ersten Mal seit langem richtig glücklich.

Kapitel 3

Die Sonne blendete Silena als sie die Augen aufschlug. Verschlafen blinzelte sie in das grelle Licht. Um sie herum hatte Alles einen sanften Grünton. Über ihr bildeten die Blätter einen feinversponnenen Baldachin, der das Licht etwas dämpfte. Etwas feuchtes berührte ihre Schulter, es war Phantasian. „Ich habe dich noch ein ganzes Stück getragen“, sagte er „wir dürften einen gewaltigen Vorsprung haben, trotzdem sollten wir los. Sobald wir etwas Wasser gefunden haben können wir eine Pause machen und du erzählst mir warum du so dringend aus der Burg musstest“. „In Ordnung“, murmelte Silena. Sie kam mühsam auf die Beine und schwang sich schon etwas geschickter als am Vortag auf seinen Rücken. Kaum das sie saß preschte er los. Auch das Reiten fiel ihr an diesem Tag leichter. Als sie es endlich wagte die Augen zu öffnen konnte man wegen der Geschwindigkeit nur verschwommen sehen wie ein in verschiedenen Grüntönen besticktes, mit Edelsteinen verziertes Tuch flog der Wald an ihnen vorbei. Ein fliegendes Gefühl stieg in ihrem Bauch auf, wie junge Schmetterlinge, verspielt und doch anmutig in ihrer schillernden Art. Genauso musste es sich anfühlen richtig zu fliegen. Von dem seltsamen Gefühl beschwingt richtete sie sich auf. Es war eine wacklige Angelegenheit doch als sie erst einmal richtig saß bereute sie es nicht.

Das Wasser ließ auf sich warten. Phantasian ging inzwischen langsamer, Silena bekam Hunger. Mit ihrem Messer versuchte sie ein Kaninchen zu erlegen, was ihr kläglich misslang und von Phantasian mit einem spöttischen Schnauben kommentiert wurde. Nach einer Weile beschloss sie das Schweigen zu brechen „Woher wusstest du dass das Tor nicht massiv ist?“, fragte sie. „Ich habe zwei Stallknechte über einen Gefangenen diskutieren hören. „erzählte Phantasian.
„Er soll zwei Soldaten erschlagen haben und dann zu einem Bettlaken verarbeitet worden sein, abscheulich nicht wahr?“ „Mhm“, murmelte Silena „aber woher wusstest du jetzt das man durch das Tor kommt?“ „Jedenfalls“, fuhr Phantasian fort „haben diese Beiden sich gefragt ob der Gefangene vielleicht wusste das man mit etwas Hilfe durch das Tor kam.“ „Aha“, sagte Selina. Das klang logisch, immerhin war irgendetwas an dieser Sache logisch. Immer noch konnte sie sich nur verschwommen erinnern. Ohne allzu festen Plan im Kopf waren sie auf der Flucht. Nicht gerade ideale Bedingungen. Sie konnte nicht einmal ahnen wie die Begegnung mit den Werwölfen ausgehen würde. Würden sie ihnen helfen? Oder würde die Begegnung tödlich enden? Unwillkürlich griff sie zu ihrem Messer. Sie musste unbedingt lernen damit umzugehen!

„Also warum musstest du fliehen?“, fragte Phantasian. Der Bach den sie gefunden hatten zog sich durch eine helle Lichtung. Phantasian hatte es sich ihr gegenüber bequem gemacht und sah sie erwartungsvoll an. Silena ließ sich Zeit mit dem Anfang. Wo sollte sie anfangen, um sie herum zwitscherten Vögel, einige davon kannte sie Andere waren so fremdartig bunt, dass einem davon schwindelig wurde. Im Gras tollten rosarot häutige Elfen. Die Abenddämmerung spiegelte sich in ihren Flügeln. Dann begann sie zu erzählen.

Als die Erzählung geendet hatte wirkte Phantasian grüblerisch, dass er ihr glaubte war klar, doch etwas anderes schien ihn zu bedrücken. Silena überkam plötzlich Angst. Natürlich würde er sie nicht begleiten wollen. Wer gelangte schon in Freiheit nur um sie gleich danach wieder wegzuwerfen? Schweigend saßen sie da. Der Mond tauchte auf. „Als ich noch ein Fohlen war“, sagte Phantasian „hat meine Mutter mir immer erzählt, dass im Mond eine schöne Meerjungfrau schwämme, die jeden Abend aus dem Wasser steigt um über uns zu wachen. Sie singt die ganze Nacht hat sie gesagt.“ „Mir hat meine Mutter immer erzählt der Mond wäre eine Münze, die ein Engel dort verloren hätte“, sagte Silena. „Wo ist deine Mutter?“, wollte Phantasian wissen.
„Tot antwortete sie, „und deine?“ „Auch tot“, antwortete er „ Sie war mit in der Schlacht in der Zorro bezwungen wurde, doch sie konnte den Sieg nicht mehr feiern! Sie wurde in der Schlacht getötet und deshalb werde ich dir helfen, um meine Mutter zu rächen!“ „Danke“, flüsterte Silena. Mehrbrachte sie vor Erleichterung nicht zu Stande. An diesem Abend schliefen Beide mit einem Gefühl von Sicherheit und Vertrautheit ein.

Es dauerte 8 Tage bis sie auf ein Haus stießen.

In dieser Zeit lernte Silena reiten und den Umgang mit dem Messer. Sie fühlte sich sicherer seit sie es schaffte ein Kaninchen auch zu erlegen, anstatt es um Meilen zu verfehlen. Der Wald war ein faszinierender Ort, die Bäume schienen den Himmel zu stützen und die Büsche und Gräser die am Boden wuchsen hatten seltsame Farben. In den Ästen der Bäume wohnten Elfen, bunte, sich als Blumen tarnende Blättermänner und zart Gliedrige Vogelmenschen. Die Vogelmenschen trieben Phantasian manchmal in den Wahnsinn mit ihrem Gezwitscher doch Silena hörte ihnen gern zu. Vogelmenschen haben einen menschlichen Körper nur das sie statt Armen Flügel haben. Sie sind gerademal 2 cm groß aber ihr Gesang ist wunderschön.

Das Haus auf das sie stießen war die Hütte einer Kräuterhexe. Wilder Wein wucherte an seinen Wänden empor, das Dach war schief und die Tür morsch. Phantasian warf unwillig den Kopf zurück „alles voller Vogelmenschen“, fluchte er „Ich weiß wirklich nicht was ihr Menschen an denen findet! Autsch“. Eine Nuss hatte ihn am Kopf getroffen. Im Wein hörte man es kichern. Phantasian schnaubte verächtlich. Silena war inzwischen abgestiegen, unglücklich sah sie an sich herab, ihr Kleid war zerrissen, ihre Haut schmutzig und über den Zustand ihres Gesichtes wollte sie gar nicht nachdenken.

Vorsichtig trat sie an die Tür heran um zu klopfen da wurde sie auch schon aufgerissen. „Nein du bekommst keinen Liebestrank von mir, auch keinen für Schönheit ich verkaufe meine Ware nicht an Minderjährige und das solltest du auch wissen also verschwinde von hier!“, keifte die kleine, verschrumpelte, alte Frau die in der Tür stand. Sie trug ein graues Kleid das einem Sack ähnelte, einen dicken braunen Wollschal und hölzerne Schuhe. Ihr Haar war weiß und im Nacken zu einem Knoten hochgesteckt, Falten zerfurchten ihr Gesicht mit den aufgerauten Lippen und den hervorstehenden, holzbraunen Augen. Erschrocken erwiderte Silena den wütenden Blick der Frau. „Ähm, ich will keinen Zaubertrank“, sagte sie verwirrt. „Was dann?“, fauchte die Alte.
In dem Moment kam Phantasian aufgebracht angetrabt. „Diese Elfen“, schimpfte er „erst Vogelmenschen und dann auch noch Elfen! Ich weiß wirklich nicht wer hier leben kann.“
Die Kräuterhexe starrte Phantasian gebannt an. „Ein Wildpferd“, hauchte sie, dann huschte ihr Blick wieder zu Silena „Also, was willst du?“, fragte sie, eine Spur freundlicher.

Wenig später saß Silena im Sprechzimmer der Hexe in einem gemütlichen Sessel und erzählte ihr die ganze Geschichte. Sie hatte beschlossen ihr zu vertrauen, manche Menschen haben das an sich, dass man weiß ob man ihnen vertrauen kann. Als sie geendet hatte war es lange still, die Hexe überlegte. Der Duft der Kräuter die von den dunklen Holzbalken der Decke hingen lullte sie ein, das Prasseln und die Wärme des Feuers machte sie schläfrig. Langsam sackte ihr Kopf auf die Armlehne des Sessels. Der Schlaf spann sich wie Schleier um ihren Geist. Jetzt war sie ein Vogel, der Wind wehte ihr durch das schimmernde Federkleid. Immer höher flog sie höher und höher. Weit unten sah sie jemanden. Eine Frau, dunkles Haar umwallte ihr blasses Gesicht. Die Frau versuchte mit dem Vogel mitzuhalten doch sie wurde durch eine unsichtbare Wand aufgehalten. Hilflos sah sie zu dem Vogel hinauf, Silena blickte zu ihr nach unten. Meergrüne Augen erwiderten ihren Blick, ihre Mutter lächelte hinauf. „Ich hab´s!“ kreischte eine Stimme. Silena schreckte hoch, vor ihr stand die Hexe. Sie musste aufgesprungen sein denn der Stuhl, auf dem sie gesessen hatte, war umgekippt. Silena rieb sich verschlafen die Augen „was hast du?“ murmelte sie. „ Wo ihr hin müsst natürlich!“ rief die Hexe. „Äh oh ja, “ sagte Silena etwas verwirrt. „Pass auf“, erklärte die Hexe „ nicht weit von hier ist ein Dorf, Die Leute dort haben ein paar Probleme mit Werwölfen, ich hab so ein Gefühl dass ihr dort suchen solltet.“ „Wirklich?“ fragte Silena zweifelnd es gab immer noch viele Werwölfe auf der Welt. Allerdings war es die einzige Spur die sie bisher hatten. „Wo liegt das Dorf?“, fragte sie deshalb. „Wenn ihr das Ende des Waldes erreicht habt,“ erzählte die Hexe „müsst ihr Richtung Sonnenuntergang reisen dann erreicht ihr ein Dorf, ich glaube nicht das ihr dort verweilen solltet es kursieren seltsame Gerüchte, von dort aus müsst ihr weiter nach Süden das nächste Dorf ist das von dem ich erzählt habe. Ihr erkennt es an dem riesigen Silberkreuz das sie an ihre Kirche genagelt haben. Ab dann müssen euch die Leute im Dorf weiter helfen.“ „Danke“, sagte Silena „könnten ich und Phantasian uns noch ein bisschen ausruhen, wir haben seit Tagen kein richtiges Haus mehr gesehen?“ „Aber sicher“, rief die Hexe „komm, ich zeig dir wo du schlafen kannst.“
Sie führte Silena in einen schmalen Gang der zu einem geräumigen Schlafzimmer führte.
Auf dem Bett lag eine bunte Decke und da- nebenstand ein kleiner Nachttisch aus dunklem Holz. Müde ließ Silena sich ins Bett fallen und von dem Strom der sie um wirbelnden Bilder mitreißen.

Ein Sonnenstrahl malte einen Kringel auf die Holzdielen des Zimmers. Silena öffnete die Augen, Jemand hatte ihr die Haare gekämmt und frische Kleider ans Fußende des Bettes gelegt. Verschlafen kletterte sie aus dem Bett und streifte sich die sackartigen braunen Kleider über.
In dem Gang roch es nach Eiern und als Silena den Hauptraum betrat entdeckte sie in einer die Hexe, die Eier und Speck in einer Pfanne briet. „Na, auch endlich aufgewacht?“, fragte eine Stimme vom Fenster. Phantasian steckte seinen Kopf durch ein Fenster und blinzelte sie an, vor ihm stand ein riesiger Trog Äpfel der bereits zur Hälfte leer war (was allerdings nicht allein sein Verdienst war, gerade erwischte er eine Elfe dabei wie sie versuchte, einen Apfel, der doppelt so groß war wie sie selbst zu stehlen). Die Hexe trug die Eier auf einem Teller zu einem hellen Holztisch und schob einen Stuhl davor. „Ich habe euch etwas Proviant und Heiltränke eingepackt“, sagte sie „außerdem ein paar Kleider eine Decke und etwas Geld ich hoffe damit kommt ihr aus.“ „Das ist großartig“, sagte Silena „vielen Dank dass sie uns helfen das hatte ich nicht erwartet.“ „Natürlich helfe ich euch“, erwiderte die Hexe empört „schließlich will keiner dass Zorro aufersteht.“ „Da ist was dran“, murmelte Silena und beugte sich über ihren Teller.

Phantasian und Silena brachen kurz nach dem Frühstück auf. Die Sonne stand noch hoch, weshalb Silena hoffte den Wald noch heute verlassen zu können. Der Weg dem sie folgten war gewunden und schlängelte sich in scharfen Kurven um die Bäume herum, weshalb Phantasian sich nur in einem leichten Trott bewegen konnte. Obwohl die Bäume immer weiter aus einander standen und hier und da sogar manche gefällt waren, wurde Silena klar, dass sie das Ende des Waldes an diesem Tag nicht mehr erreichen würden. „Phantasian“, sagte sie „lass uns morgen weiter reiten, es wird bald dunkel und ich will nicht bei Nacht reisen.“ „Meinst du wirklich, fragte er „wir haben noch Zeit, mit etwas Glück erreichen wir den Waldrand heute noch!“ Silena schüttelte den Kopf „Nein, das schaffen wir nicht mehr“, sagte sie „Bitte Phantasian, ich möchte noch ein bisschen Messer werfen üben bevor ich mich mit einem Werwolf Rudel anlege.“
„Also gut“, willigte er ein und blieb stehen. Elegant rutschte Silena von seinem Rücken und zog ihr Silbermesser aus dem Gürtel. „Ich gehe jagen“, sagte sie und verschwand zwischen den Bäumen.

Der Wald war immer noch so dicht, dass Silena Phantasian nach ein paar Schritten nicht mehr sehen konnte. Er wogte um sie herum wie ein riesiger grüner Ozean und sie musste sich bemühen keine Geräusche zu machen die das Wild vertreiben könnten. Nach einer Weile entdeckte sie ein Kaninchen das in der Nähe eines Gebüsches an den Stängeln einer jungen Blume nagte. Vorsichtig, um kein Geräusch zu machen, schlich Silena an das Gebüsch heran. Das Kaninchen bemerkte sie nicht, es knabberte selenruhig an seiner Blume weiter. Langsam hob sie das Messer, der Griff lag kühl in ihrer Hand. Sie brauchte nur noch auszuholen und… ein stechender Schmerz fuhr durch Silenas Bein und riss sie von den Füßen. Dumpf spürte sie den Aufprall durch ihren Körper vibrieren. Der Schmerz schien sie aus ihrer Besinnung zu reißen, denn es kostete Silena alle Willenskraft bei Bewusstsein zu bleiben.

„Ich darf nicht Ohnmächtig werden“, dachte sie „wer auch immer mich Angegriffen hat ist noch hier!“ Mühsam versuchte sie sich aufzurichten, doch ihr Bewusstsein begann zu wanken und ihre Umgebung zu verschwimmen. Wie durch einen verzerrten Schleier erkannte sie eine knochenweiße Schlange, deren Haut von roten Linien durchzogen war, die durch das Laub davon schlängelte. Aderschlange, registrierte ihr Gehirn in einem merkwürdigen Anfall von Distanziertheit ein Biss und man ist innerhalb von zwei Tagen Tod. Das Gift verteilt sich Kreuz förmig im Blut und hinterlässt auf der Haut eine schwarze Musterung die ein Kreuz ergibt, wenn sich das Gift vollständig verteilt hat. Ab da bleiben einem noch ungefähr 5 Sekunden.
Danach löste sich ihr Bewusstsein in blutgetränkter Dunkelheit auf.  

Kapitel 4

Er war müde, das war das einzige was er seit Jahren spürte. Die Müdigkeit. Sie hatte seine Gefühle verdorben seinen Hass geschürt, doch jetzt spürte er langsam etwas, kaum mehr als eine Regung.

Schon seit Tagen kratzte dieses Etwas an der Oberfläche seines Bewusstseins. Sein Herzschlag drang tief in seine Adern und pulsierte mit ihm durch seine Träume, er stand kurz vor dem Durchbruch, so nah davor, dass er die Luft des Tages schon riechen konnte. In ihm drängte sich alles gegen die Wände seines fleischlichen Gefängnisses. Bald sehr bald würde er frei sein und all die Müdigkeit in dem Blut seiner Feinde ertränken. Doch bis dahin bis er die Fesseln abgeworfen hatte musste er kämpfen, denn nichts tötet so leicht wie der Schlaf. Wie oft war er schon in ihn gekrochen, hatte mit sanften Fingern sein Gemüt umstreichelt und ihn dazu verlockt sich fallen zu lasen.

Alles was ihn schützte waren die Träume, die von Blut und Sieg waren die besten, in ihnen fühlte er sich für den Bruchteil einer Sekunde lebendig. Nur ein Hauch, ein Schatten doch auch ein Schatten war noch dunkel genug um die Welt zu verschlingen.

Aber er konnte sich nicht aussuchen welche Träume kamen und so glitt er in einen anderen, einen ganz und gar nicht siegreichen, den des letzten Gefechtes.

Regen rann durch die Ebene und das Gras riss an seinen Wurzeln. Die Stimmen tausender Leben rauschten vorüber ohne ihn zu erreichen. Ihr Wispern war nicht mehr wert als die Gedanken der Fliegen in der Luft. Doch er brauchte sie, weniger um die Schlacht zu gewinnen als über sie zu herrschen. Ein Bote kam zu ihm geeilt, in seinen Händen ein zusammengefaltetes Pergament. „Mein Herr“, seine piepsige Stimme besaß einen Unterton, der ihn aufhorchen ließ.
„Die Nachrichten von Lord Arrow sind gekommen, er wird es nicht mehr her schaffen, seine Armee ist auf den Sumpf geraten, er wird Tage brauchen um sie dort heraus zu navigieren.“

Der Bote blieb ängstlich stehen, sein zitternder Atem zeichnete sich wie Staub vor der Luft ab. Mit einer Handbewegung entließ Zorro ihn, er hielt nichts davon Überbringer schlechter Nachrichten zu töten, das empfand er als unter seiner Würde. Viel lieber traf er die die auch tatsächliche Schuld trugen. Lord Arrow würde büßen müssen ja, doch war seine Armee nicht zwingend notwendig. Der Wind blies scharf und weit, in ihm sangen weit aus interessantere Stimmen als die, die ihn umschwirrten. Gesprächsfetzen huschten an seinem Ohr vorbei. Schwach aber deutlich genug für seine Ohren. Die Armee am anderen Ende wurde sie vom Fußvolk genannt, fast ehrfurchtsvoll manchmal. Wenn er daran dachte dass diese gefürchtete Armee diese letzte Hürde vor seinem Sieg aus diesen kleinen Stimmen im Wind bestand, musste er fast lachen.

Sicher, die Söhne der Sonne kämpften mit den schwachen sterblichen, aber was sollten ein paar Pferde mehr gegen seine Monster schon ausrichten. Ihre Wildnis war in den Zwängen einer Armee gefangen. Sie würden sich seinem Schatten beugen oder zerbrechen, es war ihm gleich. Sie hatten keinen Platz in seiner neuen Welt.

Ein erneuter Windstoß fegte mit dem Geruch von Erde und bevorstehendem Blut über die Ebene.

In seinen Adern begann sein Blut zu kochen, animalische Dränge überfluteten sein Gehirn, ein wilder Schrei drang aus seiner Kehle, mit Ohren betäubendem Knallen entfaltete sich der Laut über das Schlachtfeld. Werwölfe wandelten ihre Gestalt und jagten voran, Soldaten bildeten Gruppen und marschierten los, das Geräusch tausender abhebender Schwingen entlud sich, als die Töchter des Mondes, die Adler abhoben.

In ihm drängten sich uralte Instinkte an die Oberfläche, seine Umgebung machte eine Verwandlung, das Feld war kein Feld mehr, es wurde zu einer Kulisse, die Armee verschwand und er sah nur noch den Tod in all seinen Farben.

Der Traum wandelte sich, das Schlachtfeld verschwand und mit ihm die Schönheit des skizzierten Todes zwischen den Hügeln.

Ein anderer Geruch drängte sich ihm auf, bekannt, vergessen und verhasst. Er roch ihn zwischen den Feuern, zwischen dem Rauch im Himmel und den Männern die zwischen Rauch Himmel und Feuer waren. Der Duft war selbst im Traum so intensiv, dass es ihm den Mut verbrannte. Sein Körper lag im Gras, vergessen zwischen Vergissmeinnicht und Gänseblümchen die das Glück hatten abseits der Schlacht geboren zu werden. Soldaten in schneegrauen Bannern liefen vorbei, ihre Worte waren bitter in seinem Ohr, aber bald würde er sie nicht mehr hören müssen. Er fühlte bereits, wie ihm der Schlaf in die Glieder kroch. Die Schlacht war verloren, der Sieg verflossen, seine Energie sickerte mit jedem Toten seiner Armee, jedem Tropfen Blut seiner Adern und jedem lebenden Feind aus ihm heraus. Der Schlaf würde ihn holen, wie er alle geholt hatte, die Menschen fürchteten den Tod, weil sie ihn nicht kannten, sie wussten nicht, dass der Tod, der so tückisch in ihre Gedanken flüsterte, ein Versprechen war, keine Drohung. Die Riesen hatten das schon lang erkannt, vielleicht weil der Tod sie niemals erreichen würde. Auf sie wartete ewiger Schlaf mit allen Verzerrungen und Windungen, die der Geist zu bieten hatte.

Der Duft des Schlafes hüllte ihn ein und er nahm kaum mehr war, wie es Nacht wurde und ein weiteres Feuer entflammte, doch dieses Mal nicht unter grauen Fahnen. Blutrot wehte die Rettung für den schlafenden König im Wind.

Und Zorro riss sich aus dem Schlaf. Genug geträumt, die Zeit tickte, während seine innere Uhr ihr zu folgen versuchte. Lord Arrow hatte ihn damals aus dem Lager geholt, seinen schlaffen Geist gerettet und aus seiner schlafenden Hülle gerissen.

Lange Zeit war er ohne Körper gewesen, denn keiner war stark genug ihn zu bergen. Nun hatte er einen, stark und schnell für einen Menschen, aber lange nicht gut genug für ihn. Er würde ihn nicht lange brauchen. Ein Laut vor der Tür, Lord Arrows Sohn, der das Werk seines Vaters beenden würde. Er schob etwas hinein, Nahrung. Sie war geschmacklos und fahl, doch er war froh, wieder elementares zu sich zu nehmen.

Sein Körper protestierte gegen das rohe Fleisch, oh ja, er war stark, selbst nach all den Jahren lebte noch ein Funken Seele in ihm. Silena dachte, ihre Mutter wäre ihretwegen gestorben,
sie dachte auch, Lord Arrow wäre ihr Vater.

Er malte sich ihr Gesicht aus, wenn sie die Wahrheit erfahren würde, das Entsetzen, das fast so gut schmeckte wie der Tod.

Der Körper von Silenas Mutter zitterte leicht, während ihr Vater darin lachte.

9 Kommentare

Anouk am 30. Juni 2015

Liebe Franziska, fangen wir doch einfach mal mit den Kapiteln also.... Wow! Die Wortwahl ist.... Wow! Die Idee ist... Wow! Die Spannung ist... Wow! (Da sie mich zerrissen hat muss ich gleich meine Fetzen wieder zusammennähen) Also fassen wir mal zusammen: Wow! Wirklich ich bin total hin und weg. Deine Geschichte ist echt lang und hat eigentlich auch schon ein Ende. Jedenfalls dieser Satz "Der Körper von Silenas Mutter zitterte leicht, während ihr Vater darin lachte" Trotzdem ist noch so viel offen! Was passiert mit Silena? Mit Phantasian? Mit Zorro (Wenn ich es richtig verstanden habe Silenas Vater! o.O) Wer wird gewinnen? Gut oder böse? Wird jemand sterben? AHHHHHHHHHHHH!!!!!!!! Bitte schreibe weiter wenn du nicht willst dass man aus von meinen von der Spannung zerrissenen Fetzen auch bald eine Decke aus echter Menschenhaut machen kann!

Zauberzunge03 am 17. Juni 2015

Einfach nur toll. Wie bist du nur auf die Idee dazu gekommen? Schreib bitte eine Fortsetzung.

Bence am 23. August 2014

Die Geschichte ist echt total fesselnd, toll, großartig! Was ich auch super finde, ist «...Baut die Türme hoch, damit wir Gott ins Gesicht spucken können...», total lustig, ich habe mich totgelacht! Ist der Name der «Bestie der Schatten» Zorro!? Ich persönlich muß da an einen kleinen und niedlichen dreiköpfigen Hundewelpen denken, der versucht genauso schrecklich und gefährlich zu sein wie sein großer Verwandter Zerberus, der Hund, der die Unterwelt bewacht. Auch mußte ich bei etwas großem, bösem und schrecklichen, daß wieder aufersteht an Sauron in J. R. R. Tolkiens «Der Herr der Ringe» denken. Ich hoffe wirklich, dass es noch einmal eine Fortsetzung gibt. Außerdem finde ich es total gut von dir gemacht, dass du im dritten Kapitel mit einem Ende aufgehört hast, daß einen in den Wahnsinn treibt. Dazu möchte ich dann noch einen Tipp abgeben: Mach im vierten Kapitel nicht gleich wieder mit Silena und Phantasian weitermachen, sondern den Leser auf die Folter spannen, indem du vielleicht erst einmal genauer erklärst, was es mit «Zorro» auf sich hat, also die ganze Vorgeschichte. Unterm Strich fand ich alles super! Ich sehe schon, ich habe hier ja fast schon eine Doktorarbeit über deine Geschichte geschrieben, es fehlt nur noch die Quellenangabe! LG Bence P. S.: Dein Schreibstil und deinen Wortwahl passt super! Weiter so!

Pneumonoultramicroscopicsilicovolcanoconiosis am 2. August 2014

Die Geschichte ist echt fesselnd, hoffentlich gibt es bald eine Fortsetzung, ich warte ganz gespannt!

Morgenlicht am 27. Oktober 2013

die Geschichte ist so cool, ich hoffe du schreibst weiter.

Fabienne am 22. Oktober 2013

Wow! Respekt! Die Geschichte ist wirklich fantastisch. Umso mehr hat es mich enttäuscht, dass es nur 2 Kapitel gibt... Könntest du das vielleicht ändern? Das wäre toll. L.G. deine Fabienne

Braunzweig am 27. September 2013

Diese ganzen altertümlichen Begriffe und das alles.. Boah das ist mit eine der besten Geschichten die ich je gelesen habe!

Elena am 20. September 2013

Da kann ich Ella nur zustimmen! *Kopfnicken*

Ella am 17. September 2013

Oooooh, das ist echt SUPI !!! Vorallem der Satz: "Bau die Türme hoch, damit wir Gott ins Gesicht spucken können!" Der ist echt genial!!!! Lg Ella